Haltepunkt Brackwede-Süd erhalten! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carsten Strauch   
Samstag, den 24. September 2011 um 11:59 Uhr

„Herr Bock , Projektleiter der WEGE, weist zu Recht auf die Bedeutung von guten Verkehrsanbindungen für die wirtschaftliche Entwicklung im Stadtgebiet hin. Käufer von Industriebrachen lassen sich nur finden, wenn die Infrastruktur stimmt. Herr Bock mag mich korrigieren, aber sicherlich gilt seine Feststellung auch für Haltepunkte in anderen Stadtteilen, etwa für den Haltepunkt „Brackwede Süd“.

 

Im nahegelegenen Industriegebiet des Haltepunktes haben sich Betriebe angesiedelt, deren Mitarbeiter schon mehrfach auf die gute Erreichbarkeit der Betriebe über die Sennebahn hingewiesen haben. Vom Auto auf die Bahn, das ist der Trend, der unterstützt werden muss.

 

Hier beziehen gerade die Grünen eine seltsame Position:
Die Argumente, die sie für den Haltepunkt Wächterstraße sowie Windelsbleiche heranziehen, (vom Auto auf die Bahn usw.), lassen sie für den Haltepunkt Brackwede Süd nicht gelten. In die gleiche Kerbe haut Frau Sy von VVOWL, die in einem Schreiben darauf hinweist, das  Industriegebiete kein nennenswertes Fahrgastaufkommen zulassen, da ja Schichtarbeiter mit dem Auto zur Arbeit kommen. Ich erspare mir an dieser Stelle weitere „Argumente“  von VVOWL sowie NWL, die absolut haltlos sind.

 

 

 

Der öffentliche Nahverkehr im Brackweder Süden ist denkbar schlecht ausgestaltet, ich muss diese Erfahrung jeden Tag aufs neue machen. Ein 10 Minuten Takt der Stadtbahn ist wenig hilfreich, wenn der zuführende  Bus nur alle halbe Stunde fährt, Sonntags nur um die Mittagszeit.

 

Die Grünen wollen aus der Sennebahn einen „Nahverkehrsintercity“ machen, der vorbei an den Industriegebieten rauscht und Haltepunkte nicht mehr bedienen soll. 13 Minuten Fahrzeitverkürzung zwischen Bielefeld und Paderborn ist den Grünen wichtiger als die Bedienung von 160 zahlenden Fahrgästen.

 

Herr Bock, werden Sie bitte im Interesse der Betriebe nahe des Haltepunktes „Brackwede Süd“ aktiv und unterstützen Sie den Erhalt dieses Haltepunktes.

 

 

Christian Varchmin

 

 

Kommentar zu dem Thema „Industriegelände vermarkten“, NW vom 24. Sep. 2011