Der Haltepunkt Brackwede Süd darf nicht geschlossen werden. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carsten Strauch   
Donnerstag, den 09. Dezember 2010 um 20:56 Uhr

Die Sennebahn wird als Nahverkehrsmittel attraktiver, so steht es im heutigen Lokalteil der Neuen Westfälischen. Schön für das Wächterviertel, wo ein zusätzlicher Haltepunkt geschaffen wird, der auch sicherlich notwendig ist.Schlecht für Brackweder, die für längere  auf eine schnelle Verbindung in die Innenstadt verzichten müssen. Wenn jetzt auch noch Stimmen laut werden, die sagen, dass die Sennebahn nur von 160 Fahrgästen täglich  genutzt,  von interessierten Kreisen  sogar eine Schließung angedacht wird, so muss diesem Ansinnen aufs Schärfste widersprochen werden:


160 Fahrgäste nutzen unter den gegenwärtigen Bedingungen die Sennebahn ab Haltepunkt Brackwede Süd. ( werktags 1 Stunden Takt, Sonntags 2-Stunden Takt). Sie von zukünftigverbesserten Fahrplänen (0,5 h- Takt) abhängen zu wollen, ist nicht akzeptabel.

Es wird ferner behauptet, dass ja die Linie 28 und die „Nähe zur Linie 1“ für die Fahrgastbeförderung Richtung Zentrum ausreichend sei. Dieser Aussage muss widersprochen werden. Von Nähe kann überhaupt keine Rede sein. Wer in der Rostocker-, Südstr. Bochumer Str., also rund um den Südring  wohnt, ist nahe am Haltepunkt Brackwede-Süd, ein Fußweg von 4 Minuten. Abzuwarten bleibt, ob unter verbesserten Taktzeiten die Fahrgastzahlen eher zunehmen.


Zunehmend ist auch zu beobachten, dass Fahrgäste am Haltepunkt Brackwede Süd wegen der ausreichend vorhandenen Parkflächen ihre Fahrzeuge abstellen, um dann die Restfahrt mit der Sennebahn Richtung Stadtmitte, aber auch in die andere Richtung fortzusetzen.

Wer jedoch mit Bus und Straßenbahn in die Stadt will, fährt mindestens 30 Minuten in überfüllten Fahrzeugen von der Kammerich Str. bis zum Jahnplatz.
Am Sonntag beschränkt sich zudem das Beförderungsangebot der Linie 28 auf wenige Fahrten um die Mittagszeit.

 Die Beförderung mit der  Linie 28 ist ausgesprochen unattraktiv. Die Fahrzeuge sind jetzt schon zu fast allen Tageszeiten überfüllt, Mobiel wird sich ohnehin Gedanken machen müssen,  wie sie zusätzliche Fahrgäste sicher befördern will.


Ein weiterer Aspekt:
Wenn die  Fahrgäste von der Sennebahn abgehängt werden sollten, tun sich neue Probleme auf: Das Auto wird benutzt bis zum Brackweder Bahnhof, dann erfolgt die Weiterfahrt per Bahn Richtung Stadtmitte. Die Parksituation im Bereich Brackweder Bahnhof ist jetzt schon problematisch.



Noch ein Aspekt
Das Industriegebiet Enniskillener Str. wurde durch große Betriebe erweitert.
Fa. Schumacher expandiert, DHL wurde angesiedelt, weitere Betriebe sollen folgen. Es wäre schon seltsam, die Arbeitnehmer im Industriegebiet von einem attraktiven Verkehrsmittel abzuhängen zu wollen. Gerade für Schichtarbeiter muss ein schnelles Verkehrsmittel nach Feierabend zur Verfügung stehen.


Abschließend möchte ich  die BezirksvertreterInnen der BZB Brackwede auffordern, sich für den Erhalt des Haltepunktes Brackwede-Süd einzusetzen
.


Brigitte  Varchmin, Senner Str. 65, 33647 Bielefeld