Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 27. Juli 2011 um 05:43 Uhr

Die Hungerkatastrophe in Afrika

Am Horn von Afrika, vor allem in Kenia, Äthiopien und Dschibuti, sind mehr als zehn Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. In acht Ländern leiden die Menschen unter ausbleibenden Regenfällen, Missernten und Preissteigerungen. Die Partei DIE LINKE ruft deshalb zur Beteiligung an den Spendenaktionen auf, um den Menschen in Afrika mit einer Soforthilfe das Überleben zu sichern.

Gleichwohl wissen wir, dass Spenden alleine die Situation nicht grundsätzlich ändern werden: Fast eine Milliarde Menschen leiden dauerhaft an Hunger und jeden Tag sterben 37.000 Menschen, vor allem Kinder an Unterernährung. Und das obwohl genug Lebensmittel für alle Menschen angebaut werden können.


Deshalb sagt der ehemalige Sonderberichterstatter der UN Jean Ziegler in seiner nicht gehaltenen Rede (hier: DIE REDE) zur Eröffnung der Salzburger Festspiele zu Recht „Es gibt keinen objektiven Mangel, also keine Fatalität für das tägliche Massaker des Hungers, das in eisiger Normalität vor sich geht. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet."

Die globale kapitalistische Wirtschaftsordnung mit ihrem Streben nach Höchstprofit, die auch in den reichen Industrieländern immer mehr Armut erzeugt, ist unfähig und nicht willens den vorhandenen Reichtum gerecht zu verteilen.

 

 

Deshalb tritt DIE LINKE für eine andere, demokratische Wirtschaftsordnung, die die Marktsteuerung von Produktion und Verteilung der demokratischen, sozialen und ökologischen Rahmensetzung und Kontrolle unterordnet. (...) Wir brauchen eine regulierte, nachhaltige Entwicklung in Verbindung mit mehr sozialer Gerechtigkeit. (aus dem Programmentwurf).

 

 


Als Sofortmaßnahme fordert DIE LINKE die Erhöhung der Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt, die Regulierung der Finanzmärkte, ein Moratorium für den Import von Agrarrohstoffen zur Agrar-Sprit-Erzeugung aus den Ländern des Südens und das Verbot der Spekulation mit Nahrungsmitteln.

 

 


Wir bleiben dabei: Eine andere Welt ist möglich, und sie ist aufgrund der Lebensumstände vieler Menschen auch bitter nötig.

 

 


 

Carsten Strauch


Kreissprecher DIE LINKE Bielefeld

 

 

Hier: Jean Ziegler -  Nicht gehaltene Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele

(wer die Rede liest, erkennt warum diese nicht gehalten werden sollte)

 

 

Hier: Spende Bündnis Entwicklung hilft für Ostafrika

 

 

 

Hier: Grundsätze Entwicklungspolitik DIE LINKE

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. August 2011 um 18:08 Uhr