| Bielefeld braucht kein Shoppingcenter |
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| Freitag, den 10. Februar 2012 um 17:19 Uhr |
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Die Erfahrungen anderer Städte mit großen Shoppingcentren zeigen, wie diese die traditionellen Fußgänger- und Einkaufszonen austrocknen und veröden. Auch wenn das Einzelhandelsgutachten der Stadt zusätzlich 20.000 m² Verkaufsfläche für verträglich hält, muss diese Grenze nicht zwangsläufig ausgereizt werden. Hier ist die Politik als steuernde Kraft gefragt.
Welche Stadt gefährdet denn ohne Zwang und mit offenen Augen seine alten intakten Strukturen? DIE LINKE ist die einzige Fraktion im Rat, die aus diesen Gründen konsequent gegen Pläne für Shoppingcentren gestimmt hat. Mehr noch: Im Jahr 2008 hat DIE LINKE über 15.000 Unterschriften gegen den Abriss und den Zwangsumzug der Stadtbibliothek gesammelt. Wir hatten schon damals recht: Mit dem Umzug wurden und sollten Pläne von einem Großinvestor ermöglicht werden. DIE LINKE lehnt das Vorgehen der Ratsmehrheit und der Verwaltung ab
DIE LINKE verlangt eine sorgfältige Stadtplanung unter Beteiligung aller Bürger und Bürgerinnen, die vorhandene Strukturen stärkt und nicht zerstört. Dabei muss auch die Verkehrsplanung einbezogen werden.
Nicht ohne Grund hat die Kaufmannschaft in Bielefeld mit den Worten „Wir entscheiden uns nicht zwischen Pest oder Cholera" Stellung genommen. Zumindest für das Shoppingcenter an der Wilhelmstraße ist die Stadt Bielefeld in einer komfortablen Lage. Sie ist Eigentümerin des zentralen Grundstücks mit der ehemaligen Stadtbibliothek, mit deren Verkauf das gesamte Projekt steht und fällt.
DIE LINKE fordert daher: Kein Verkauf des Grundstücks der Stadtbibliothek!
Presseerklärung vom 10.02.12 Barbara Schmidt & Onur Ocak Ratsfraktion DIE LINKE Bielefeld
Korrektur der Berichterstattung in der NW Am 10.02.2012 berichtet die NW über die Reaktion von Lisa Rathsmann-Krohnshage zu dem Schwenk in der grünen Haltung zum Shoppingzentrum Wilhelmstraße. Darin wird behauptet, der nicht öffentliche Ratsbeschluss im Dezember 2011 sei einstimmig gewesen. Das ist falsch. Richtig ist: DIE LINKE hat in der Debatte den Antrag gestellt, keinen Beschluss zu fassen, sondern erst in öffentlicher Beratung mit Bürgerinnen und Bürgern über die Umgestaltung zu sprechen. Dieser Antrag wurde bei zwei Enthaltungen von allen anderen Parteien abgelehnt. DIE LINKE hat in der anschließenden Abstimmung zur Entwicklung eines Shoppingcenters in der Wilhelmstraße mit nein gestimmt.
Bürgerbeteiligung vom Rat abgelehnt - Historisches aus dem Jahr 2009:
hier: Bürgerbegehren im Rat abgelehnt
hier:Bürgerbegehren hat erste Folgen
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 10. Februar 2012 um 17:50 Uhr |



Bielefeld ist bisher eine der wenigen Großstädte ohne ein Shoppingcenter. Darauf können wir stolz sein, denn das ist auch ein Grund für die lebendige und facettenreiche Bahnhofsstraße und Altstadt. Nicht umsonst hält die Einzelhandelsstruktur in der Bielefelder Innenstadt auch bundesweiten Vergleichen ohne Probleme stand.
Eine übergroße Mehrheit im Rat hat aus Angst vor einem sehr großen Shoppingcenter von ECE für die Planung eines kleineren Shoppingcenters von MFI gestimmt. Am Ende bekämen wir womöglich zwei Shoppingcentren. Die Stadt bleibt dabei auf der Strecke.