1. September - Antikriegstag Drucken
Freitag, den 01. September 2017 um 16:25 Uhr

AbruestungFrieden 1200x1200pxFriedrich Straetmanns, Bundestagskandidat der LINKEN:

Hat der 1. September als Antikriegstag keine Bedeutung mehr für Bielefeld?

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. 1957 wurde der 1. September zum ersten Mal als Antikriegstag begangen. Heute wird die Bedeutung vom 1. September fast vollständig vergessen. Dabei erleben wir heute weltweit zunehmende militärische Konflikte.

Wer glaubt, dass die Kriege in den fernen Ländern uns nichts angehen – der irrt: Kriege sind ein wichtiger Grund für die weltweite Flucht-Zunahme. In Bielefeld erreichten uns im Jahr 2015 mehr als 3.000 Flüchtlinge. Wenn wir das Elend in den Kriegsgebieten schon nicht wahrnehmen wollen, so sehen wir doch spätestens hier, dass wir für Versorgung und Integration der Flüchtlinge viel Geld ausgeben müssen.

Doch was macht die Bundesregierung? Auf Druck der USA sollen die jährlichen Rüstungsausgaben um 0,8 Prozent auf 2 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt angehoben werden.

Was bedeutet das für Bielefeld?

Umgerechnet auf den Anteil der Bevölkerung fallen dann auf die Bielefelder jährlich 54 Millionen Euro für die zusätzlichen Rüstungsausgaben an! Egal aus welchen „Geldtöpfen" das Geld genommen wird, letztlich werden die Bürger und die Kommunen belastet. Zum Vergleich: Alleine das Städtische Klinikum hat beim Investitionsstau eine Förderlücke von über 48 Millionen Euro.

Mehr Rüstung und mehr Rüstungsexporte werden aber vor allem zu mehr Konflikten, mehr Elend - und mehr Flüchtlingen führen: auch für Bielefeld.

Friedrich Straetmanns (Bundestagskandidat der LINKEN)

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ver.di: zum Antikriegstag 1. September