Entwicklung am Jahnplatz: Fehlentwicklung auch der regionalen Verkehrsplanung Drucken
Mittwoch, den 13. September 2017 um 16:28 Uhr

Jahnplatz-1bDie verkehrliche Situation am Jahnplatz und in der Bielefelder Innenstadt hängt auch von der regionalen Verkehrsplanung ab, und da kommen einige zusätzliche Probleme auf die Bielefelder Innenstadt zu.

Friedrich Straetmanns: „Aktuell und in den nächsten Jahren fließen riesige Beträge in den Ausbau der Zufahrtstraßen nach Bielefeld, ohne das ein Cent in den Ausbau des ÖPNV fließt."
Die LINKE weist auf den aktuellen Ausbau der A33, dem gestarteten vierspurigen Ausbau der B66, der in der Planfeststellung befindlichen L712neu mit dem Ausbau der Herforder Straße auf vier Fahrspuren und der Ortsumgehung Ummeln hin. Die Straßen entlasten zwar direkt betroffene Anlieger, führen aber in ihrem Verlauf zu deutlichem Mehrverkehr, der auch in der Bielefelder City zu spüren sein wird. Straetmanns kritisiert, dass für die Schiene kein einziges Projekt wirklich in Sicht ist: Reaktivierung der Teutoburger Wald-Eisenbahn zwischen Versmold-Gütersloh-Hövelhof, 30 Minuten-Takt zwischen Detmold und Lage mit Elektrifizierung zwischen Lemgo und Bielefeld, Reaktivierung der Begatalbahn von Lemgo nach Barntrup, oder die Anbindung an die Bielefelder Stadtbahn des gesamten nördlichen Raumes (Werther, Jöllenbeck, Spenge und Enger).

„In den 80er Jahren hat einmal eine Bielefelder Verkehrsinitiative einen Plan für ein ostwestfälisches Regionalschnellbahnnetz entwickelt, dass müsste sich in Zeiten von Diesel-Gate und Klimawandel schon längst in der Umsetzungsphase befinden.", so Straetmanns weiter, „bei den Potentialanalysen für die Stadtbahnen nach Großdornberg/Werther und Jöllenbeck sind weder die regionalen Potentiale noch die möglichen Entlastungen in der Bielefelder Innenstadt berücksichtigt worden."

Hier besteht nach Ansicht der LINKEN ein dringender Handlungsbedarf.