Ratsmehrheit weiterhin für Kaselowskystraße PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 14. Mai 2014 um 19:48 Uhr

Kaselowsky Straße – Ratsmehrheit verhindert Umbenennung

 

Der Antrag der LINKEN zur Umbenennung auf der Ratssitzung am 08. Mai, Tag der Befreiung vom Faschismus, wurde von einer deutlichen Mehrheit im Rat unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt.

 

kaselowskyaktionDie Grünen forderten noch weitere Aufklärung, die SPD warnt vor Schnellschüssen, die CDU blendet die drei hochrangigen Nazis in der Familie aus, die FDP spricht von einer anderen Zeit...

 

Das Buch „Dr. Oetker und der Nationalsozialismus" liefert vielfältige Belege dafür, dass Kaselowsky, Betriebsführer des Oetker-Konzerns und Mitglied im Freundeskreis Reichsführer SS Heinrich Himmler, ein treuer Nationalsozialist war.

 

Er hatte keine Bedenken, von der verbrecherischen Politik Hitlers zu profitieren. Was jetzt erneut wissenschaftlich belegt wurde, ist in der Bielefelder Öffentlichkeit seit Jahrzehnten bekannt.

 

 

Der Stadtrat sollte zum 800-jährigen Stadtjubiläum mit der Rückbenennung der Kaselowsky- in Hochstraße ein klares Zeichen setzen. Mit der Ehrung eines prominenten Nazis durch einen Straßennamen muss in Bielefeld endlich Schluss sein.

 

In der Bezirksvertretung Mitte hat DIE LINKE bereits beantragt, die Kaselowskystraße wieder in Hochstraße zurück zu benennen. Doch die BZV drückte sich mit der Ausrede, die Ehrung habe 2001 der Rat beschlossen und nur dieser könne sie rückgängig machen.

 

 

Die anderen Parteien bringen es nicht fertig die Umbenennung einer nach einer Nazi-benannten Straße gegen die Familie Oetker zu beschließen.

 

Traurig,  aber leider am Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus wahr.

 

Bild: Aktion mit Peter Ridder-Wilkens und Barbara Schmidt