Demonstration gegen den IS Terror Drucken
Sonntag, den 10. August 2014 um 18:02 Uhr

Nein zum Terror: Für ein friedliches, tolerantes und solidarisches Zusammenleben aller Völker

In Bielefeld demonstrierten am 09.August über 6.500 Menschen gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat".

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Zur Kundgebung aufgerufen hatten jesidische Organisatoren, die ein Ende der Gewalt und internationale Hilfe forderten.

 

Mitglieder der LINKEN aus Bielefeld und Umgebung haben sichtbar an dem Demonstrationszug teilge-nommen und ihre Solidarität mit den Menschen im Nordirak und in Syrien deutlich gemacht. Die Teilnahme am Demonstrationszug als einzige Organisation aus Deutschland wurde von den überwiegend jesidischen und kurdischen Demonstranten in vielen Gesprächen ausdrücklich begrüßt. Auf der Schlusskundgebung auf dem Kesselbrink sprach neben anderen Parteienvertreter die LINKE Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler.

 

Hintergrundinfo zur ISIS: Wie die US-Politik ein Monster schuf

Hier: Spendenkonto des Zentralrates der Yeziden in Deutschland für die Opfer von Shingal 

 

Folgende Resolutionserklärung wurde den Demonstranten übergeben.

 
DIE LINKE Bielefeld verurteilt die Massaker im Nordirak und Syrien

 

Wie viele Bürgerinnen und Bürger Bielefelds ist DIE LINKE Bielefeld entsetzt über dieantiisisdemobi4 Nachrichten, die uns aus dem Nordirak erreichen. 200.000 Zivilisten fliehen dort vor dem Terror der ISIS in die Berge:

Jesiden, christliche Aramäer, Assyrer und muslimische Min-derheiten wie die Schiiten werden verfolgt und getötet.


Wir wollen den vielen jesidischen Bielefeldern unsere Solidarität zeigen.
Viele sind selbst aus dem Irak, Syrien oder der Türkei vor Terror und Unterdrückung geflohen. Jetzt leben sie hier in ständiger Angst um ihre von Verfolgung und Ermordung be-drohten Angehörigen im Nordirak.


„Mit Trauer und Wut blicken wir seit langem auf die Ereignisse im Nahen und Mittleren Osten", erklärt der Landessprecher der LINKEN NRW, Ralf Michalowsky. „Nun sehen wir die Angriffe der IS-Milizen auf die kurdischen Gebiete, Massenhinrichtungen und Massa-ker – zuletzt an der religiösen Minderheit der Jesiden. Umso bestürzter sind wir darüber, dass die Weltöffentlichkeit bei diesen menschenverachtenden Taten einfach schweigt! Wir sind solidarisch mit dem Widerstand in Rojava, in Nordkurdistan sowie mit allen de-mokratischen Kräften, die sich diesen Gräueltaten in den Weg stellen."


Wir wenden uns ganz entschieden dagegen, wenn jetzt versucht wird, das Bild eines Glaubenskrieges auf deutschem Boden zu zeichnen.
Es waren Deutsche und Migranten, Christen, Muslime und Jesiden, die am Mittwoch in Herford gemeinsam gegen den verbrecherischen Angriff auf einen Restaurantbesitzer demonstriert haben.


Das Leid der Menschen im Nordirak hat seine Ursache nicht in religiösen Überzeugungen, sondern in der mehr als hundert Jahre alten Rivalität großer und kleiner Mächte um das Öl des Nahen Osten. 2001 wollten die USA angeblich dem Irak Frieden und Demokratie bringen. In Wahrheit waren die Folgen der Intervention im Irak aber Krieg, Zerstörung, Terror und tausendfacher Mord. Jetzt sind es die Türkei, Katar und Saudi-Arabien, die das mörderische Treiben der ISIS direkt oder indirekt unterstützen.

 

Auch die deutsche Regierung trägt eine Mitverantwortung. Die Landessprecherin der LINKEN NRW, Özlem Demirel, betont: „Kein Krieg dieser Welt könnte geführt werden, wenn nicht Waffen produziert und geliefert würden. Deutschland gehört zu den größten Waffen-exporteuren der Welt. Trotz der verheerenden Situation werden weiterhin Waffen in Kriegs- und Krisenregionen geliefert, auch aus NRW. Wir fordern endlich ein Verbot von Waffenexporten, insbesondere in Krisenregionen wie den Nahen Osten. Denn dort ist es ein Geschäft mit dem Tod!"

 

Es lebe die internationale Solidarität!


Kreisverband DIE LINKE Bielefeld          Ratsfraktion DIE LINKE Bielefeld

Bilder: Demo am 09.08. in Bielefeld

 

Hier: Aufruf zur Demonstration