Solidarität mit Kobane Drucken
Donnerstag, den 16. Oktober 2014 um 05:58 Uhr

DIE LINKE Bielefeld ruft zur Unterstützung der Demonstration

„Überall ist Kobanê – überall ist Widerstand!“

am Samstag, 18. Oktober um 15 Uhr auf dem Jahnplatz in Bielefeld auf.


antiisisdemobi5„Solidarität mit dem Widerstand in Kobane und eine Änderung der deutschen Politik gegenüber den Kurden ist notwendig“ so Frank Schwarzer vom Kreisvorstand DIE LINKE Bielefeld.


Im Norden Syriens wurde in der Region Rojava die politische Beteiligung der Bevölkerung gefördert und viel für die Gleichberechtigung der Frauen und für das friedliche Zusammenleben der Volksgruppen und Religionen getan. „Das ist in der Region einzigartig und ein Vorbild für die weitere Entwicklung“ so Frank Schwarzer weiter.


DIE LINKE unterstützt die Forderung des Demonstrationsbündnisses nach Schaffung eines Hilfkorridors nach Kobane, Druck der deutschen Regierung auf die türkische Regierung, Abschaffung des PKK-Verbots und kein Militäreinsatz der Türkei inSyrien.

 

Veranstalter der Demonstration ist das Bündnis der Demokratischen Kräfte in OWL. Unterstützter sind: Alevitische Gemeinden in OWL, Bund der Alevitischen Jugendlichen BDAJ-OWL, Antifaschist*innen aus OWL, DIE LINKE. OWL

 


Auf der Mitgliederversammlung am 15.10.2014 haben die Mitglieder der LINKEN in einer Resolution die Unterstützung der Demonstration beschlossen. Zusätzlich beinhaltet die Resolution neben den Forderungen aus dem Demonstrationsaufruf die Ablehnung des Einsatzes deutscher Bodentruppen, der Abzug der deutschen Patriot Raketeneinheiten aus der Türkei und die Aufnahme von Flüchtlingen.

 

 

Aufruf zur Demonstration
Samstag, 18. Oktober, 15 Uhr, Jahnplatz Bielefeld

 


Überall ist Kobanê – überall ist Widerstand!

 

Kobanê ist Teil der Region „Rojava“ im Norden Syriens. Nach Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs haben in Rojava Kurden, Araber, Turkmenen und Assyrer-Aramäer gemeinsam begonnen, über alle ethnischen und religiösen Grenzen hinweg, eine selbstverwaltete, basisdemokratische Gesellschaft aufzubauen. Frauen wirken gleichberechtigt in allen Lebensbereichen mit. Damit hat Rojava Vorbildfunktion für ausnahmslos alle Staaten im Nahen Osten und darüber hinaus. 

 


Die türkische AKP-Regierung, aber auch die kurdische Barzani-Regierung im Nord-Irak reagierten darauf mit einem Embargo gegen Rojava. Es gab Auseinandersetzungen mit der syrischen Armee und der Freien Syrischen Armee FSA. Die Terrorgruppen Al-Nusra und IS griffen Rojava mit Unterstützung der USA, der Türkei, Saudi-Arabiens und Katars an.
Den Volksverteidigungseinheiten YPG und den Frauenkampfverbänden YPJ gelang es bisher, Rojava erfolgreich zu verteidigen. Trotz Embargo und Angriffen konnten YPG und YPJ Zehntausende irakische Flüchtlinge vor dem IS retten.

 


Verstärkt durch im Irak und in Syrien erbeutete hochmoderne Waffen hat der IS Kobanê fast umzingelt und weite Teile der Stadt erobert. Es droht ein Massaker. Statt die Grenze zu Kobanê für Flüchtlinge und humanitäre Hilfe zu öffnen, unterstützt der türkische Staat den IS weiterhin militärisch, medizinisch und logistisch. Die Arbeiterpartei Kurdistans PKK ist die einzige Kraft, die Kobanê im Kampf gegen den IS konsequent unterstützt. Seit Montag bombardiert die türkische Luftwaffe Stellungen der PKK in der Türkei.

 

Wir fordern:

 


 Schaffung eines Hilfskorridors nach Kobanê
 sofortige Einstellung jeder Unterstützung für den IS
 kein Militäreinsatz der Türkei in Syrien
 sofortiges Ende der Angriffe auf die PKK
 keine Unterdrückung der Opposition in der Türkei
 Druck der deutschen Regierung und Gesellschaft auf die türkische Regierung
 hervorheben der positiven Entwicklungen in Rojava und deren Vorbildfunktion
 Abschaffung des PKK-Verbots
 sofortiger Abschiebestopp aller Flüchtlinge und die Anerkennung von Krieg als Asylgrund
 die Förderung der Akzeptanz von sogenannten „nichtdeutschen“ Menschen und Kulturen - denn wer sich in einer Gesellschaft wohlfühlt, wird kein Verlangen verspüren, sich einer Organisation wie dem IS anzuschließen.

 

Für diese und weitere Forderungen gehen wir auf die Straße
Samstag, 18. Oktober, 15 Uhr, Jahnplatz Bielefeld

Bündnis der Demokratischen Kräfte in OWL.

 

Unterstützt von: Alevitische Gemeinden in OWL, Bund der Alevitischen Jugendlichen BDAJ-OWL, Antifaschist*innen aus OWL, DIE LINKE. OWL

 

Weitere Infos unter: http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/ - http://civaka-azad.org/ - http://www.yxkonline.com/ - http://yekkom.com/

 

V.i.S.d.P.: Alevitische Kulturgemeinde Bielefeld und Umgebung e.V.

 

Bild: Archiv - Demo in Bielefeld gegen ISIS Terror in Nordsyrien