Ostermarsch am 26. März 2016 in Bielefeld! Drucken
Mittwoch, den 09. März 2016 um 06:41 Uhr

Von NRW und der Senne muss Frieden ausgehen!

demotrkeifriedenAm Samstag, 26. März 2016, ruft ein breites Bündnis von Organisationen, Gewerkschaften und Parteien zum Ostermarsch für eine friedliche Welt auf.

Um 12.00 Uhr startet die Auftaktdemonstration am Kesselbrink, musikalisch unterstützt von den „Sambistas“. Ab 13.00 Uhr wird eine Kundgebung am Jahnplatz stattfinden, begleitet von Musik der Gruppe „Lebenslaute OWL“ und Infoständen der einzelnen Unterstützer des Ostermarsches, so auch der Bielefelder LINKEN.

 

Der diesjährige Ostermarsch steht ganz im Zeichen des Wunsches „von NRW und der Senne muss Frieden ausgehen!“ Die Veranstalter fordern ein Verbot von Rüstungsexporten und die Umstellung der Rüstungsproduktion auf zivile Güter, jegliche innere Entmilitarisierung, sowie den Abzug von Armeen auf Kriegs- und Krisengebieten. Der weltweite Abbau der Grundrechte soll unterbunden werden, damit wir endlich in einer friedlichen Welt leben können. Regional für Bielefeld fordert das Bündnis den Stopp der Kriegsübungen und die Gestaltung eines Nationalparks Senne.

 

Seit Dezember beteiligt sich die Bundesregierung an einer neuen Runde des "Krieges gegen den Terror", der in Afghanistan, Pakistan, Irak, Mali, Jemen und zuletzt in Syrien den Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrika destabilisiert. Die Zahl der zivilen Todesopfer allein für Afghanistan, Irak und Pakistan seit 2001 wird auf mehr als 1,3 Millionen geschätzt – und viele Millionen Menschen sind auf der Flucht.

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Wir lehnen alle Kriegseinsätze ab. Der Krieg gegen Syrien ist völkerrechtswidrig. Wir fordern den Stopp aller Rüstungsexporte und die Trockenlegung aller Finanzierungsquellen des "Islamischen Staates" sowie anderer terroristischer Milizen.

Dieser Krieg zerstört die Lebensgrundlagen der Menschen im Nahen Osten und untergräbt mühsam erkämpfte Freiheitsrechte in Europa. Die Opfer von Terroranschlägen und unsere Trauer um sie dürfen nicht instrumentalisiert werden. Nicht für mehr Kriege, Überwachung, den Einsatz der Armee im Inland oder die Einschränkung von Grundrechten.

 

Wir fordern mit diesem Ostermarsch die Bundesregierung auf, die türkische Regierung nicht zu unterstützen, solange sie ihren Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in Teilen der Türkei, in Nordsyrien, dem Nordirak sowie gegen die PKK führt. Wir fordern die Aufhebung des EU¬ Bündnisfalls sowie den Stopp jeglicher innerer Militarisierung und des Abbaus von Grundrechten.

 

Der Krieg des Westens gegen Afghanistan seit bereits 15 Jahren zeigt, dass Kriege zu mehr Leid, Terror und Kriegen führen. Selbst der ehemalige britische Premierminister Tony Blair hat kürzlich eingeräumt, dass der von ihm mit zu verantwortende Krieg gegen den Irak die Entstehung des terroristischen "Islamischen Staates" mit verursacht hat. Wir fordern den Abzug der Armeen aus Kriegs¬ und Krisengebieten und eine EU- Wirtschaftspolitik, die die wirtschaftliche Souveränität der Partnerländer zum Ziel hat.

 

Für die Flucht von Millionen Menschen ist Deutschland durch seine Beteiligung am Krieg in Afghanistan und Syrien sowie als viertgrößter Waffenexporteur der Welt mitverantwortlich. Eine weitere Fluchtursache ist die neokoloniale Politik des Westens gegenüber Staaten des globalen Südens. Die nationalen Volkswirtschaften wurden durch Kriege, EU¬ Subventionspolitik und dem Aufzwingen von Freihandel zerstört. Atomwaffen gehören zu den zerstörerischsten Waffen der Menschheitsgeschichte.

 

Obwohl der Kalte Krieg seit mehr als 25 Jahren Geschichte ist, stehen sich die USA, die EU¬ Staaten und Russland feindselig gegenüber, mit aufeinander gerichteten Atomwaffen. Der Konflikt der USA, der EU und Russlands um die Stellung der Ukraine verschärft die angespannte Lage weiter. Wir fordern, dass die Bundesregierung sich um einen neutralen Status der Ukraine und deren Demilitarisierung mit Hilfe der Vereinten Nationen bemüht sowie gemäß dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom März 2010 den Abzug aller US¬ Atomwaffen aus Deutschland veranlasst.

 

Auch in NRW wird Kriegspolitik gemacht. Wir fordern daher die sofortige Einstellung der Kriegsübungen in der Senne, den Abbau der Kampfdörfer und die Ernennung der Senne zum Nationalpark. Die Urananreicherungslage Gronau und die NATO¬ Einrichtungen in NRW müssen geschlossen werden. Die Hochschulen dürfen keine Militärforschung betreiben und an den Schulen darf kein Nachwuchs für die Bundeswehr rekrutiert werden. Auch von NRW und von der Senne muss Frieden ausgehen!

 

 

Um ein klares Zeichen für Frieden zu setzen in Zeiten, ...in denen so viele Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung sind, ...in denen Rüstungsexporte immer noch weiterhin von der Bundesregierung genehmigt werden, ...in denen wir ganz persönlich vor Ort erleben, was Menschen in Syrien und in allen anderen Konfliktstaaten erfahren mussten, müssen Menschen in OWL und der Senne sich zahlreich dem Ostermarsch in diesem Jahr 2016 anschließen, damit wir mit einer gemeinsamen Stimme uns dafür aussprechen können, dass jetzt klare Handlungen von Politik und Wirtschaft erforderlich sind, damit weltspannender Frieden hergestellt werden kann.

 

demotrkeikriUnd Frieden kann nie durch die Weiterführung von Krieg, sondern immer nur durch ein Umdenken und friedliche Lösungen für alle Menschen erreicht werden!

 

Deshalb sind alle LeserInnen herzlich aufgerufen, sich solidarisch am Ostermarsch zu beteiligen!

 

Kristina, DIE LINKE Bielefeld

 

 

 

Hier. Aufruf zum Ostermarsch

 

Bilder: Demo gegen den Krieg in der Türkei