Presse-Erklärung von Inge Höger Drucken
Freitag, den 11. Oktober 2013 um 11:14 Uhr

Investitionen deutscher Banken in Atomwaffenhersteller stoppen

 

ostermarsch2012b „Die Verstrickung deutscher Banken in die Produktion von Atomwaffen ist inakzeptabel. Wir brauchen dringend ein entsprechendes Investitionsverbot", kommentiert Inge Höger, abrüstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, die heute veröffentlichte Studie „Don´t Bank On The Bomb" der Anti-Atomwaffenkampagne ICAN und IKV pax christi.

 

Inge Höger weiter: „Es ist ja schon schlimm genug ist, dass Deutsche Bank & Co. ganz Europa mit ihren Spekulationen in die Krise gestürzt haben. Dass acht deutsche Finanzinstitute 7,6 Mrd. Euro in Atomwaffenhersteller investiert haben, übersteigt jede Schmerzgrenze", so das Mitglied im Verteidigungsausschuss.

„Besonders perfide ist, dass sich die Commerzbank mit 1,8 Mrd. Euro an dem Geschäft beteiligt. Schließlich ist die Commerzbank seit 2009 teilweise in staatlicher Hand. Hier muss die Bundesregierung unverzüglich auf ein Ende des Atom-Geschäftes dringen."

 

Doch nicht nur das: „In den anstehenden Koalitionsgesprächen sollten sich CDU/CSU, SPD und Grüne auf ein gesetzlich verankertes Investitionsverbot einigen. Nur so können wir ausschließen, dass deutsche Banken weiterhin an todbringenden Atomwaffen Geld verdienen. Ohne eine solche Regelung wäre die Abrüstungsrhetorik von CDU/CSU, SPD und Grünen nichts wert."

 

Hier: Die Studie "Don´t Bank On the Bomb"

 

Bild: Inge (Mitte) auf dem Ostermarsch in Lippe