Bernd Vollmer zur Verlängerung der Stadtbahnlinie Nr. 4 PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 03. Dezember 2017 um 16:35 Uhr

Linie 4 zerstört Natur ohne Not!

 

flchenfrassbielefeldnatrlichDie LINKE spricht sich klar für den Ausbau des Stadtbahnsystems in Bielefeld aus. Die LINKE ist auch klar für einen Ausbau der Linie 4 – nach Großdornberg/Werther und als Verbindung von Linie 3 mit Linie 4. Die jetzige Planung aber zerstört ohne Not erhaltenswerte Naturräume des Babenhauser Baches.

 

Es hätte eine Alternative zur Verfügung gestanden, die sogenannte Y-Variante, eine Führung ab Wellensiek entlang des Walls zur Langen Lage. Die heute schon verkehrenden Verstärkerfahrten (5 Minuten-Takt) hätten zwischen der Haltestelle „Lange Lage“ und „Hauptbahnhof“ pendeln können, im wesentlichen ohne Mehrkosten.

 

Die Planungen zeigen auch die Unfähigkeit der großen Parteien und der Verwaltungsspitze, sich angemessen mit Bürgerprotest auseinanderzusetzen. Zu keinem Zeitpunkt hat es den Versuch gegeben, in einem Dialog einen Kompromiss zu erarbeiten. Nach dem Bau der Fachhochschule in der Nähe der Haltestelle „Wellensiek“ hätte es aus fachlicher Sicht einer Überarbeitung der Pläne bedurft.

 

Die ursprünglichen Planungen aus dem Jahre 2007 waren schon fehlerhaft, dass Mengengerüst heute hat nichts mehr mit den Überlegungen 2007 zu tun. An der Universität studieren aktuell rund 24.000 Studenten, an der FH etwa 10.000, dazu kommen noch die Lehrkräfte und die Verwaltung mit rund 3500 Personen. Es sind also jeden Tag etwa 37.500 Personen zur Universität unterwegs, das sind etwa 75.000 Fahrten.

Bei der von der Planung berücksichtigten Zahl der Verteilung zwischen Öffentlichen Nahverkehr von 70% und Individualverkehr von 30% kommt man auf rund 50.000 Fahrten im öffentlichen Nahverkehr. Die Linie 4 transportiert heute etwa 34.000 Personen täglich und ist in der Hauptvorlesungszeit mehr als ausgelastet. Das Zahlenbeispiel macht nur deutlich, wie fehlerhaft die Planung ist.

 

Bernd Vollmer, DIE LINKE Bezirksvertreter in Dornberg 

 

 Bild: Plakat der Initiative gegen die LINIE 4 Verlängerung