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Samstag, den 20. Februar 2010 um 17:05 Uhr

Bielefeld-Ticket kontra Bielefeld-Pakt

DIE LINKE beantragt soziale Monatskarte für Bus und Bahn

von Günter Seib

Wo im „Bielefeld-Pakt“ alle Ratsparteien außer der LINKEN Ausgaben kürzen und quer über alle Lebensbereiche Gebühren und Abgaben erhöhen, verlangt DIE LINKE den sozialen Ausgleich. Als dringende Nothilfe sollen ALG-II-Berechtigte und Niedrigverdiener, die von der Rotstiftpolitik am heftigsten getroffen sind, künftig für pauschal 15 Euro monatlich Busse und Bahnen nutzen.

Die Summe entspricht dem Gesetz. Mehr ist als Regelsatz der Bundesregierung in der Hilfe zum Lebensunterhalt nicht enthalten. Wer bisher sich selbst oder die Kinder dennoch mobil halten wollte, musste bei Essen und Heizung abknapsen.

Schon wegen der neuen Mehrbelastung durch Umlegung der Grundsteuererhöhung auf Miete, durch erhöhte Gebühren und Zusatzbeiträge ist hier das Zumutbare längst überschritten.

 

Das Bielefeld-Ticket rechnet sich Das Bielefeld-Ticket ist kein Almosen, im Gegenteil. Es gewinnt Fahrgäste hinzu, die bisher von der regelmäßigen Nutzung von Bus und Bahn ausgesperrt sind. Mobiel verlängert derzeit Bahnsteige, weil es bis 2020 die Nutzerzahlen verdoppeln will. Höhere Auslastung aber geht nur mit über 40.000 neuen Pauschalnutzern, die bisher wegen der für sie viel zu teuren Tickets nicht dauerhaft als Fahrgäste mobielisiert werden konnten. Sammelabrechnung mit der Stadt, wie beim Semesterticket mit der Uni, würde den Aufwand enorm verbilligen.

Das Bielefeld-Ticket ist nicht teurer, sondern pro Beförderungsfall kostengünstiger als eine Einzelmonatskarte im Großkundenabonnement, und drastisch billiger als die Bargeldfahrscheine, auf welche die ohnehin Benachteiligten immer noch angewiesen sind.

 

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