Vorrang für Kinder PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carsten Strauch   
Dienstag, den 14. Juli 2009 um 18:47 Uhr

 Umbau der Detmolder Straße gefährdet Spielstraße

 

 

Die Anwohnerinnen und Anwohner an der Königsbrügge und der angrenzenden Straßen nördlich der Detmolder Straße haben sich zu einem Nachbarschaftsnetzwerk zusammengeschlossen. Sie zeigten mit einem Straßenfest, dass in einer Spielstraße Menschen Priorität vor Autos haben sollten.


Das Problem: Wegen des Umbaus der Detmolder Straße nutzen Autos und schwere Baufahrzeuge die Spielstraße als Abkürzung. Leider halten sich die Autos dann auch nicht an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit. Da auf dem Fest Tische, Stühle und spielende Kinder den Weg versperrten, gingen die KFZ FahrerInnen nun doch vom Gas.

 

 Bild: Protestdemo gegen Ausbau Detmolder Straße 2008


Die Bauzeit würden die AnwohnerInnen im Gebiet an der Detmolder Straße auch mit Einschränkungen aushalten. Aber leider freut sich hier niemand auf den Ausbau der Detmolder Straße: Sie wird ohne Radwege ausgebaut, die Gehwege werden noch schmaler, Parkmöglichkeiten reduziert, dafür gibt es breitere Fahrspuren für PKW und LKW. Bei den fertig gestellten Teilen ist dies schon zu besichtigen.


Nach Fertigstellung im Jahr 2011 fürchten die Menschen im Gebiet südlich und nördlich dieser Straße die im Vergleich zu früher noch höhere Verkehrsbelastung: Mehr und schneller fahrende Autos und LKW-Verkehr nun auf 4 Spuren. Zusätzlich werden durch die Mitteltrennung Umfahrungen (Blockumfahrten) erforderlich.
Das heißt mehr Verkehr sowohl auf der Detmolder Straße als auch in den angrenzenden Wohngebieten.

 Für das Gebiet Königsbrügge wird nach dem Umbau noch mehr Verkehr dadurch herbeigeführt, indem an der Einmündung eine Ampel gebaut wird. Und das in einer Spielstraße!


Auch wenn der Umbau der Detmolder Straße jetzt zur Hälfte fertig ist, wird DIE LINKE versuchen, Schlimmeres zu verhindern: Noch können die Folgekosten für einen Rückbau gering gehalten werden!

Der Klima- und Gesundheitsschutz erfordert eine 2- statt 4- Spurigkeit und natürlich einen Radweg. Dass trotzdem der Verkehr in Bielefeld nicht zusammenbrechen wird, ist in der Bauphase sichtbar geworden. Zur Zeit kann nur ein viel kleinerer Teil des Verkehrs die Straße nutzen, als es bei einer Verkehrsführung auf zwei Spuren möglich wäre. Und trotzdem gibt es keine Probleme.


ALSO:
● 2-spurige Detmolder Straße.
● Spielstraßen in denen Kinder spielen
können. Vorfahrt für Kinder!
● Vorfahrt für Klimaschutz und Gesundheitsschutz.
Keine weiteren neuen Straßen.
● Tempo 30 im Stadtgebiet.
● Erhalt von historischen Gebäuden und
Wohnvierteln.
● Für eine Stadt, in der man leben kann
!

 

Peter Ridder- Wilkens, Bezirksvertreter der
LINKEN in Mitte