Dr. Spernau gibt endlich klein bei PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 19:12 Uhr

Erfolgreicher Streik in Lippischer Privatklinik

Dr. Spernau gibt endlich klein bei

Am 11. November gaben die Gewerkschaft ver.di, Landesschlichter B. Pollmeyer und der Klinikdirektor A. Spernau die Aufnahme von Gesprächen für einen Haustarifvertrag bekannt. Damit dürfte ein Arbeitskampf enden, der in der Bundesrepublik an Länge und Härte seinesgleichen suchte.

Mehr als 6 Monate waren die Beschäftigten im Streik. Seit Juli hat der Arbeitgeber 38 Kollegen brutal ausgesperrt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik gab es eine Aussperrung von Krankenpfleger/innen. Dabei hatten sie nur gefordert, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Einen fairen, mit der Gewerkschaft ausgehandelten Tarifvertrag.
Spernau hatte getönt, die Pfleger könnten ruhig zwei bis drei Jahre streiken. Einen Tarifvertrag bekämen seine Angestellten nie und nimmer. Jetzt willigte er in Verhandlungen über einen Haustarifvertrag ein.
Dass es zu diesem Erfolg kam, hängt vor allem mit dem großem Einsatz und der Entschlossenheit zusammen, mit der die ver.di-Kolleginnen und Kollegen diesen Arbeitskampf geführt haben. Besonders beeindruckend war, dass sie sich nicht spalten ließen. Immer wieder erklärten sie, dass es nicht nur um ihre eigenen Jobs ginge. Auch Neueingestellte dürften nicht schlechter gestellt werden. Die schwierigen Verhandlungen, die jetzt folgen, wird DIE LINKE aufmerksam verfolgen und die Kollegen in Bad Salzuflen dabei nach Kräften unterstützen.
Heinz Willemsen
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