Weniger Verkehrslärm für Bürger in Oldentrup jetzt! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carsten Strauch   
Samstag, den 20. Juni 2009 um 10:07 Uhr

Die SPD und andere bürgerliche Parteien wollen eine Umgehungsstraße um Oldentrup bauen lassen. Wir fordern dagegen Maßnahmen, die kurzfristig geeignet sind, die Lärmbelastung durch den Schwerlastverkehr für Bürger in Oldentrup zu vermindern.

 


Die vorgeschlagene Umgehungsstraße soll vom Ostring in der Nähe von „Porta Möbel“ entlang der Bahnlinie in das Gewerbegebiet an der Friedrich-Hagemann-Straße führen. Sie soll auf der Trasse der nach dem Bundesverkehrswegeplan nicht mehr aktuellen „B66n“ auf Kosten der Stadt gebaut werden.

 

Begründet wird das Vorhaben unter anderem mit der Lärm- und Feinstaubbelastung von Anwohnern in der Oldentruper und Potsdamer Straße innerhalb Oldentrups.

 

Die Linke Bielefeld fordert statt dessen ein Verbot des Schwerlastverkehrs auf dem Teilstück der Oldentruper Straße zwischen der Hillegossener und Potsdamer Straße. Dort gibt es die meiste Wohnbebauung. Der Lkw-Verkehr sollte zudem so umgeleitet werden, dass die Lkws von der Autobahn kommend, über die Striegauer Straße, anstatt der Potsdamer Straße, in das Gewerbegebiet fahren. Unter Umständen könnte auf der Potsdamer Straße für schwere Lkws das Linksabbiegen in die Friedrich-Hagemann-Straße verboten werden. Durch eine entsprechende Änderung der Beschilderung und eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30 innerhalb Oldentrups (zumindest nachts) könnte die Lärmbelästigung für viele Bürger schnell reduziert werden.

 

Falls die Umgehungsstraße gebaut wird, werden sich noch mehr Speditionen im Gewerbegebiet an der Friedrich-Hagemann-Straße ansiedeln. Diese wären aber besser weiter außerhalb der Stadt und näher an der Autobahn aufgehoben, zum Beispiel bei Altenhagen oder Hillegossen.

Die vorgeschlagene Ortsumgehung würde zur Lärm- und Staubbelastung von Stieghorster Bürgern führen. Da sie an die Friedrich-Hagemann Straße angebunden werden soll, dürfte sie auch zu höherem PKW-Verkehr in der Brücken und Lerchenstraße führen. Sie würde zudem Grünzüge zerschneiden, die für das innerstädtische Klima, die innerstädtische Artenvielfalt in Parks und die Naherholung wichtig sind. Für die Artenvielfalt in der Stadt sind durchgehende Grünzüge bis hin zum Teutoburger Wald wichtig.  

 

Mehr Busse für Pendler bedeuten weniger Durchgangsverkehr in Oldentrup


Die Förderung des Nahverkehrs kann zur Verbesserung der Verkehrssituation in Oldentrup beitragen. - Jeder gut besetzte Bus ersetzt eine Autoschlange von mehreren hundert Metern.

Die Taktzeit der aus Oerlinghausen kommenden Buslinie 369 sollte erhöht, und weitere Buslinien für Pendler eingerichtet werden. Auch die Einrichtung eines „Park and Ride“ Systems vor Oldentrup wäre denkbar.

Statt sehr viel Geld für neue Straßen auszugeben, empfiehlt sich die Subventionierung des öffentlichen Nahverkehrs. Das wäre zudem ein Beitrag, um den CO2-Ausstoß und damit die globale Erwärmung zu verringern. Warum muss Busfahren eigentlich überhaupt etwas kosten? Ein gesellschaftlich solidarisch finanzierter Nulltarif wäre eine Alternative; aus umwelt- und sozialpolitischen Gründen.

 

Reinhard, Arbeitskreis Umwelt / DIE LINKE.Bielefeld