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Dienstag, den 25. Mai 2010 um 16:20 Uhr

Es ist keine städtische Aufgabe, Profifußball finanziell zu fördern

In der Fraktion und im Parteivorstand der Bielefelder Linken sind auch Fußballfreunde, die einen Linzensverlust von Arminia Bielefeld bedauern würden. Trotzdem wird die Linksfraktion im Stadtrat einer weiteren Hilfe von 6 Millionen Euro für Arminia Bielefeld nicht zustimmen. DIE LINKE unterstützt statt dessen die Forderung der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände in Bielefeld (AGW), dass eine systematische Armutsbekämpfung Vorrang vor einer Finanzhilfe für Arminia Bielefeld haben muss.

Die Erklärung der Linken im Wortlaut Die Forderungen der AGW

 

 

Die Stadt hat Arminia Bielefeld in der Vergangenheit in vielfältiger Form direkt und indirekt über ihre Töchter immer wieder unterstützt. Trotz dieser Unterstützung ist es dem Vorstand und Verwaltungsrat des Verein nicht gelungen, die Geschäfte der Arminia sauber zu führen.

 

Anstelle der Stadt soll nach Meinung der Linken die Wirtschaft einspringen. Denn diese gibt im Vorstand und Verwaltungsrat den Ton an und haben somit zur mißlichen Situation der Arminia beigetragen. "Im letzten Jahr haben die Firmen Anstoetz, Oetker, Schüco und Alcina, um nur Einige zu nennen, großspurig Millionen-Hilfe für Arminia angeboten." Für die Linken ist "jetzt ist die Zeit gekommen, dieses Versprechen einzulösen. Gegebenenfalls in Form einer eigenen Bürgschaft".

 

Die Stadt Bielefeld befindet sich für DIE LINKE praktisch in einem Nothaushalt. Sowohl 2009 als auch 2010 ist ein Haushaltsdefizit von jeweils 150 Millionen Euro aufgelaufen. Sie darf nur noch Ausgaben tätigen, zu denen sie vertraglich verpflichtet ist. Auf die BürgerInnen kommen deshalb für DIE LINKE soziale Grausamkeiten in allen Lebensbereichen zu. So wird auch auf die 220 Sportvereine mit ihren über 88.000 Sportvereinen eine Gebührenerhöhung zukommen.

Für DIE LINKE gehört es nicht zu den Aufgaben der Stadt, Profifußball zu fördern. "Solange in Bielefeld mehr als 10.000 Kinder in Armut leben, ist es unverantwortlich, weitere Millionen städtischer Gelder in ein marodes Fußball-Unternehmen zu stecken."