Neues Ladenzentrum statt Bibliothek? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carsten Strauch   
Sonntag, den 26. Juli 2009 um 15:44 Uhr

Stadtplanung im Bezirk Mitte


In der Wilhelmstraße soll nicht nur die alte Stadtbibliothek abgerissen werden, sondern gleich ein ganzes Viertel zwischen Jahnplatz und Kesselbrink - für ein neues Ladenzentrum am Jahnplatz.

Das erfuhren die Bürger am 14. Mai aus dem Westfalenblatt, also an dem Tag, als der Rat den „Umzug" der Stadtbibliothek ins Amerikahaus beschloss. Was da im Verborgenen vorangetrieben worden war, sollte erst nach der Kommunalwahl bekannt werden.


Warum so geheim? Es ging bei den „Umzugsplänen" nicht um eine bessere Stadtbibliothek, wie es CDU-FDP-BfB-GRÜNE-SPD weismachen wollten. Es geht offenbar um eine riesige Immobilienspekulation um den Jahnplatz herum.

Die 20 Grundstücke zwischen lahnplatz, Herforder Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Kesselbrink und Wilhelmstraße verheißen nun plötzlich hohe Gewinne.

Diese Planung macht für die Bürger keinen Sinn.

Bielefeld hat, am Durchschnitt gemessen, schon jetzt 270.000 m2 Einzelhandelsfläche zu viel (2,3 m2/Einwohner statt 1,44 m2 im Bundesdurchschnitt) und in der Innenstadt viele Leerstände.


Wir mussten uns von den Grünen anhören, DIE LINKE täusche den Bürger, betreibe Panikmache, niemand denke daran, die Stadtbibliothek abzureißen. Die GRÜNEN hatten in ihrer Naivität offensichtlich den Beteuerungen der Rathausspitze geglaubt. Dass CDU, FDP und BfB den Interessen von Grundstücksbesitzern und Spekulanten nahe stehen, wundert nicht. Dass aber die angeblich fortschrittlichen Grünen hier als Mehrheitsbeschaffer dienen, hätte man vor einiger Zeit noch für unmöglich gehalten.


Wir LINKEN haben mit der Stadtbibliothek angefangen und setzen unsere Linie unbeirrt fort:

 

 

Gegen den Ausverkauf öffentlichen Vermögens.

 

Unterschreiben auch Sie an unseren Infoständen den Einwohnerantrag gegen die Privatisierung öffentlichen Eigentums.

 

 

 

 

 

Übergabe der Unterschriften "Nein zum Abriss der Stadtbibliothek