Presseerklärung der IPPNW-Regionalgruppen Bielefeld und Herford vom 31.10.2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carsten Strauch   
Mittwoch, den 31. Oktober 2012 um 19:04 Uhr

IPPNW-Ärzte  fordern vom Oberbürgermeister Pit Clausen:

Kein plutoniumhaltiger Brennelmente -Transport zum AKW Grohnde!

atomkraft demo2Bielefelder und Herforder Ärztinnen und Ärzte der IPPNW haben sich mit Empörung an Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen und die im Rat vertretenen Fraktion  gewandt. Sie kritisieren deren Weigerung,  sich  mit den gesundheitlichen Auswirkungen des Transports und des Einsatzes von Plutonium im AKW Grohnde auseinander zu setzen.

 

Mitnichten überschreite der Rat der Stadt Bielefeld als Miteigentümer des Atomkraftwerks  Grohnde seine „kommunale Verbandskompetenz", wenn er sich mit dem Plutonium-Thema befasse.  

 

Die Unterzeichner des Briefes Dr. med. Martin Sonnabend (Herford) und Dr. med. Angelika Claußen, vor kurzem aus Fukushima, Japan zurückgekehrt, fühlen sich an die Machenschaften des „japanischen Atomdorfs" erinnert, wo Atomwirtschaft und Politik über Jahrzehnte die Warnungen zu den Gefahren der Atomenergie ignoriert haben.
 

 

Sie fordern vom Bürgermeister und von den Ratsfraktionen, die Gefahr von Plutonium - Transporten und von dem  Ensatz von Plutonium- Brennelementen endlich ernst zu nehmen und dem Gesundheitsschutz  der Bürger in Bielefeld und in der Umgebung des AKW Grohnde Vorrang einzuräumen vor den Interessen der Atomindustrie. 

 

„ EON spricht in Fachvorträgen  in den USA von erhöhtem Gefahrenpotentional der MOX-Brennelemente, will aber in Deutschland seine Interessen gegen die betroffenen Bürger durchsetzen", so der IPPNW-Arzt Dr. Winfrid Eisenberg.

 

„Und wie soll der Katastrophenschutz  Einsatz von Plutonium –Brennelementen im AKW funktionieren?" fragt  Dr. med. Angelika Claußen. „Schon jetzt sind Katastrophenschützer laut Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz hoffnungslos überfordert."

 

Unter dem Motto: "MOXstoppen... AKWs abschalten!" rufen die Antiatominitiaitven der Regionalkonferenz Grohnde und die norddeutschen Antiatom-Initiativen zum Widerstand gegen den Atomtransport aus Sellafield auf:

 

Am 3. November um 13 Uhr beginnt am Bahnhof Emmerthal, nahe dem AKW Grohnde, eine "Demonstration mit Streckenspaziergang".

 

Auch im niedersächsischen Nordenham, wo die Atomfähre aus England nach einem Bremer Hafenverbot beim letzten MOX-Transport anlegte, sind an diesem Tag und am Transport-"TAG X" wieder Proteste angekündigt.

MItfahrgelegenheit für Bielefelder ab 9:45 Hauptbahnhof
 

Mehr Informationen gibt es unter

 

http://bielefeld-steigt-aus.de und http://grohnde-abschalten.de

 

Hier: Antrag im Stadtrat - DIE LINKE MOX Transporte verhindern