Die Linke Bielefeld solidarisiert sich mit streikenden Journalisten – Kampf für faire Löhne ist Kampf für unabhängigen Journalismus

Die Linke Bielefeld erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit den streikenden Journalisten und unterstützt ihre berechtigten Forderungen nach fairer Bezahlung und mehr Wertschätzung ihrer Arbeit. Bei der heutigen Streikkundgebung von ver.di war Onur Ocak, Vorsitzender und Oberbürgermeisterkandidat der Linken, vor Ort und sicherte die volle Unterstützung seiner Partei zu.

„Was der Arbeitgeberverband sich hier leistet, ist eine Frechheit“, erklärte Ocak in seiner Rede. „Seit neun Runden wird verhandelt, und immer wieder machen die Arbeitgeber einen Rückzieher. Wenn sie kein Interesse an echten Verhandlungen haben, sollen sie es offen sagen – statt dieses abgekartete Spiel zu spielen.“

Kritik übte Ocak besonders an dem Versuch, die ursprünglich geforderten 190 Euro Festbetrag auf 100 Euro zu drücken. „Die Herren vom Arbeitgeberverband haben offenbar den Bezug zur Lebensrealität der Menschen völlig verloren. Nur weil die Inflationsrate gesunken ist, heißt das nicht, dass das Leben billiger geworden ist – im Gegenteil: Die Preise steigen weiter.“

In seiner Rede warnte Ocak zudem vor einer gefährlichen Entwicklung innerhalb der Branche: „Wir stehen an der Schwelle zu einem journalistischen Niedriglohnsektor, in dem Textdiscounter die Preise diktieren und Qualität dem Spardruck geopfert wird.  Journalisten werden zu Contentlieferanten degradiert, Redakteure zu Produktionsknechten.“ Damit, so Ocak, werde nicht nur ein ganzer Berufsstand entwertet, sondern letztlich auch die demokratische Öffentlichkeit geschwächt. „Was ist eine gute Geschichte noch wert, wenn niemand mehr Zeit oder Geld bekommt, sie zu recherchieren?“

Der OB-Kandidat der Linken machte klar: „Wir brauchen unabhängigen Journalismus – und der braucht faire Bezahlung und sichere Arbeitsbedingungen. Der Kampf der Beschäftigten ist deshalb nicht nur ein tarifpolitischer, sondern ein gesellschaftlich notwendiger.“

Abschließend bekräftigte Ocak: „Die Linke steht unbestechlich an der Seite der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften. Wo Menschen für gerechte Löhne und gute Arbeit kämpfen, ist unsere Solidarität gewiss.“