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Für Die Linke NRW sind die Angriffe auf Beschäftigtenrechte durch die Bundesregierung völlig inakzeptabel

Der Plan, sachgrundlose Befristungen zukünftig vier statt wie bisher zwei Jahre zu gestatten und eine sechsmalige Verlängerung zu ermöglichen, ist für Die Linke NRW ein massiver Angriff auf die Rechte der Beschäftigten. Auch die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung ist sowohl für die Beschäftigten als auch für die Arztpraxen eine Zumutung.

Für den gewerkschaftspolitischen Sprecher der Linken in NRW, Nils Böhlke, sind diese Maßnahmen vor allem auch ein Angriff auf die Gewerkschaftsrechte: „Wer befristet beschäftigt ist, schreckt eher davor zurück, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Stattdessen werden Repressionen durch den Arbeitgeber aus Angst vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses akzeptiert. Es ist ungeheuerlich, dass die SPD diese Angriffe gemeinsam mit der CDU durchsetzen will. In NRW sind insbesondere junge Beschäftigte davon betroffen. Nach der letzten Erhebung von IT.NRW ist fast jeder vierte Beschäftigte unter 25 in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis. Gerade in diesem Lebensabschnitt braucht es eine langfristige Lebensperspektive und nicht die ständige Angst vor dem Arbeitsplatzverlust.“

Auch die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung ist für Die Linke eine Misstrauensbekundung gegenüber den Beschäftigten und führt zu einer völlig unnötigen Überlastung der Hausarztpraxen. „Wenn Beschäftigte mit einer leichten Erkrankung zu Hause bleiben, sollen sie sich dort auskurieren und sich nicht unnötig in Hausarztpraxen begeben. Das belastet die Ärzte und ist als Schikane für die Kolleginnen und Kollegen zu bewerten. Zudem ist der Krankenstand auch in NRW nicht einmal außergewöhnlich hoch.“

„Gegen diese Angriffe braucht es massiven Protest. Deshalb rufen wir unsere Mitglieder dazu auf, sich in den kommenden Tagen an den Kundgebungen der Gewerkschaften im Rahmen der sogenannten Ruhrpott Rebellion zu beteiligen, so am morgigen Freitag, den 3. Juli, in Gelsenkirchen und am Samstag, den 4. Juli, in Duisburg sowie an den weiteren Veranstaltungen in der kommenden Woche. Außerdem werden wir in den nächsten Wochen auch weitere eigene Proteste organisieren. Dieses Paket wird eine deutliche Antwort auf der Straße erhalten“, so Böhlke abschließend.

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