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Bahnhofsbunker mit Potential für Fahrradstation

Während des Krieges wurde unter dem Bahnhofsvorplatz ein Bunker als Schutz bei Bombenangriffen für Reisende errichtet. Die Lage an zentraler Stelle könnte die Nutzung als Fahrradparkhaus mit langfristiger Perspektive ermöglichen. Während der Aufwand zur Herrichtung des Bunkers für die neue Nutzung überschaubar ist, benötigen die denkbaren Zugänge technisch anspruchsvolle Lösungen.

International liegen große zentrale Fahrradparkhäuser an den großen Bahnhöfen im Trend. In den Niederlanden gibt es mehrere unterirdische Parkhäuser mit direktem Zugang zu den Bahnhöfen. Auch in der Nachbarschaft in Münster ist unter dem Bahnhofsvorplatz ein unterirdisches Fahrradparkhaus entstanden, in Hannover denkt man ebenfalls bei dem großen Bunker vor dem Bahnhof in die gleiche Richtung.

„Die aktuelle Frage geht eher in die Richtung, wie man die Zugänge gestaltet,“ so Bernd Vollmer, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat, „hier muss man allerdings Lösungen ins Auge fassen, die für Radfahrer*innen ein zügiges Abstellen ermöglichen.“ In NRW gibt es sogar eine eigene Planungsgesellschaft zwischen Land und DB, die Unterstützung gibt.

Diese sollte nach Auffassung der LINKEN eingebunden werden. Will man die Chance ergreifen, doch noch eine direkte Verbindung zwischen Stadtbahn, Fahrradparkhaus und Bahnhof zu schaffen, muss auch die Bahnhofsmission mit berücksichtigt werden, die aktuell an der Stelle des direkten Zugangs zum Bunker im Bahnhof ihre Räumlichkeiten hat. „In der Vergangenheit dürften die Finanzen das größte Hindernis gewesen sein“, so Bernd Vollmer weiter, „aktuell wurden die Fördermittel für derartige Projekte drastisch erhöht.“

DIE LINKE erinnert auch an diverse politische Aktivitäten des Bundes und des Landes, den Radverkehr zu stärken. Wenn es zeitnah gelingt, die technischen Probleme zu lösen, gibt es gute Chancen, zeitnah den Bunker für ein Fahrradparkhaus zu nutzen. DIE LINKE unterstützt ausdrücklich das Ziel, unter dem Bahnhofsvorplatz eine zeitgemäße Fahrradstation zu errichten.


Gösta Beutin, MdB DIE LINKE
am13.4.2021 in Bielefeld

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