Die Linke Bielefeld empfiehlt Wahl von Ingo Nürnberger in der Stichwahl

Die Mitgliederversammlung der Partei Die Linke Bielefeld hat am Mittwoch, den 17. September 2025, beschlossen, zur Stichwahl für das Amt des Oberbürgermeisters eine Wahlempfehlung für Ingo Nürnberger abzugeben.

Brigitte Stelze, Sprecherin der Partei Die Linke in Bielefeld, erklärt: „Wir haben in den letzten fünf Jahren in der rot-rot-grünen Koalition auch mit dem Sozialdezernenten Ingo Nürnberger eine weitgehend konstruktive Zusammenarbeit erlebt und soziale Politik für Bielefeld sichern und weiterentwickeln können. Wir glauben, dass Ingo Nürnberger als Sozialdemokrat mit gewerkschaftlichem Hintergrund unsere politischen Schwerpunkte – nach mehr bezahlbarem Wohnraum, guten Arbeits- und Lebensbedingungen und einer sozialen Stadt – eher berücksichtigen wird.“

Oberbürgermeisterkandidat Onur Ocak ergänzt: „Mit Christiana Bauer von der CDU gibt es keinerlei Schnittmengen. Ihr Law-and-Order-Wahlkampf hat die Themen in Bielefeld nach rechts verschoben und damit den Boden für den Aufstieg der AfD bereitet. Wer in dieser Stichwahl die CDU unterstützt, macht die Tür für eine weiter nach rechts rückende Politik in unserer Stadt auf – das darf nicht passieren.“

Die Linke betont zugleich, dass die Wahlempfehlung an klare Erwartungen geknüpft ist. „Wir geben diese Empfehlung nicht als Blankoscheck. Von Ingo Nürnberger erwarten wir, dass er konsequent Tariftreue sicherstellt – sowohl in der Stadtverwaltung selbst als auch bei allen Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen. Kein Cent städtischen Geldes darf an Unternehmen fließen, die Tarifflucht betreiben oder Betriebsräte bekämpfen“, so Ocak.

Brigitte Stelze unterstreicht: „Gute Arbeit und gute Leistungen für die Bielefelderinnen und Bielefelder gehören untrennbar zusammen. Wer soziale Stadtpolitik machen will, muss dafür sorgen, dass Beschäftigte in Kitas, in der Kultur, in den Schulen sowie bei allen sozialen Trägern oder im öffentlichen Dienst fair bezahlt und geschützt werden. Lohndumping darf in Bielefeld keinen Platz haben.“

Ocak bekräftigt abschließend: „Unser Maßstab ist klar: Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, mehr sozialer Wohnungsbau, bessere Arbeitsbedingungen, gerechte Löhne und eine Stadt, die nicht auf Kosten der Beschäftigten spart.“