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DIE LINKE Bielefeld steht an der Seite der Beschäftigten von MM Graphia

DIE LINKE Bielefeld steht an der Seite der Beschäftigten von MM Graphia

Die Verpackungsdruckerei MM Graphia in Brackwede soll geschlossen werden. Über 200 Beschäftigten des Bielefelder Traditionsunternehmen droht das Aus. Und das, obwohl der Konzern weiter Gewinne macht und hohe Investitionen an anderen Standorten tätigt. Die Arbeitgeber haben sogar die Sozialplanverhandlungen ohne ein ernsthaftes Angebot abgebrochen. Daher streiken die Beschäftigten für einen vernünftigen Sozialplan. DIE LINKE war mit über 15 Genoss*innen direkt vor Ort und hat ihre Solidarität und Unterstützung zugesichert.

Die Parteisprecherin Brigitte Stelze hat in ihrer Rede deutlich gemacht, dass auch die Stadt Verantwortung für das Traditionsunternehmen übernehmen muss. Dr. Onur Ocak, ehem. Bürgermeisterkandidat der Partei, hat die kurzfristigen Geschäftsstrategien des Konzerns angeprangert und die aktuelle Verhandlungsführung kritisiert. 
Am Montag findet der nächste Aktionstag der MM Graphia Beschäftigten statt. DIE LINKE wird auch dann wieder an ihrer Seite stehen. 

Hier die Rede von Onur Ocak zum Nachlesen:

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 
ich überbringe Euch die Grußbotschaft der Jungen Linken Bielefeld.
Wenn man hört, was mit diesem Bielefelder Traditionsunternehmen gerade passiert, dann macht einen das wütend. 
Ihr, die über 200 Beschäftigten, habt jahrzehntelang gebuckelt, geschuftet und hervorragende Arbeit geleistet und dem Konzern satte Gewinne beschert. Nun sollt ihr auf die Straße gesetzt werden. Und als Dank für Eure jahrelange Plackerei gibt es nicht mal Brotkrumen vom Tische der Herren.
Wie abgehoben muss man sein, wenn man nicht mal ein vernünftiges Angebot für den Sozialplan abgeben kann? Was ist das bitte für eine Dekadenz, die da in den Führungsetagen des Konzerns herrscht?!
Während es für die Mayer-Melnhof Familie an der Spitze des Konzerns um die Profite, die Villa oder die nächste Yacht geht, geht es bei Euch um die Existenz, um Eure Lebensbiografie und um die Familie.
Noch unterschiedlicher könnten die Lebensinteressen zwischen Unten und Oben wohl nicht sein.
Was ist das bitte für eine Gesellschaft, wenn ein Familien-Clan, nur um noch höhere Profite zu machen, die Lebensgrundlage von 200 Familien auslöschen kann? 
Wisst Ihr, wie man das bezeichnen muss? Das ist Clan-Kriminalität, liebe Kolleginnen und Kollegen. Die findet nicht in dubiosen Bars statt, sondern in den Führungsetagen der Aktienkonzerne. 
Gegen diese Form der kriminellen Geschäftspolitik hilft nur eins, liebe Kolleginnen und Kollegen: Die Solidarität der Vielen.
Ich finde es bewundernswert, dass Ihr Euch heute hier versammelt habt.  Wir brauchen aber nicht nur heute Druck, sondern allgemein einen grundlegenden Wandel in dieser Gesellschaft. 
Ist es noch Demokratie, wenn die wichtigen Entscheidungen nicht mehr von der Mehrheit der Betroffenen, sondern von den wenigen Eigentümern getroffen werden?
Warum gibt es kein Veto-Recht von Beschäftigten und Betriebsräten, wenn ihr Betrieb verlagert wird?
Warum gibt es kein Veto-Recht von Beschäftigten und Betriebsräten, wenn ihr Betrieb outgesourct werden soll?
Warum gibt es kein Veto-Recht von Beschäftigten und Betriebsräten, wenn ihr Betrieb stillgelegt werden soll?
Es ist ja nicht so, als hätten die Beschäftigten keine Ahnung vom Betrieb. Nein, Ihr habt schon Jahrzehnte Zukunftsinvestitionen für Euren Betrieb gefordert. Aber sie wollten ja nicht auf Euch hören. Oft wissen die Beschäftigten sogar besser, was gut ist für ihr Unternehmen ist, weil sie am langfristigen Erhalt ihres Betriebes interessiert sind, während die Bosse nur die nächsten Quartalszahlen interessieren.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 
wer nur in Quartalszahlen denkt, wer nur an den kurzfristigen Profit denkt, der muss daran erinnert werde, wer diesen Profit und diese Gewinne erzeugt. Das seid IHR, liebe Kolleginnen und Kollegen. Sie machen sich mit Eurer Arbeit ein schönes Leben. Aber Ihr habt auch ein Recht auf ein schönes Leben! 
Ihr habt es mit Worten versucht, Ihr habt es mit Argumenten versucht. Sie wollten nicht hören. Wer Worte nicht versteht, muss eben den Streik fühlen, damit sie sich erinnern wer hier für die Profite sorgt.

In diesem Sinne viel Erfolg liebe Kolleginnen und Kollegen. Wir als LINKE stehen an Eurer Seite! 

Dr. jur. Onur Ocak


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