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Die Linke fordert Antworten zum Lärmschutz an der B66n

Die Anwohner:innen in Gräfinghagen und im südlichen Teil der Straße Am Bollholz sollen wirksam vor dem Lärm der neuen B66n geschützt werden. Deshalb hatte die Bezirksvertretung Stieghorst auf Antrag der Linken die Verwaltung einstimmig beauftragt, bei Straßen.NRW nachzufragen, wie der Lärmschutz nach Fertigstellung der Straße sichergestellt werden soll.

Hintergrund ist eine auffällige Lücke: Die Lärmschutzwand endet bereits hinter dem Grenzdenkmal, während die Erdwälle erst deutlich weiter in Richtung Asemissen beginnen. Dazwischen verläuft die B66n dreispurig mit Tempo 100 bergauf. Gerade dort entstehen durch Beschleunigen und Überholen besonders laute Fahrgeräusche.

Die Bezirksvertretung wollte deshalb wissen, auf welcher Grundlage Straßen.NRW davon ausgeht, dass die Anwohner:innen trotzdem ausreichend vor Lärm geschützt sind.

Die Antwort fällt aus Sicht der Linken enttäuschend aus. Statt die Fragen der Bezirksvertretung zu beantworten, verweist Straßen.NRW lediglich auf den Planfeststellungsbeschluss.

„So kann man mit den Bürger:innen und auch mit der Bezirksvertretung nicht umgehen“, erklärt der Stieghorster Bezirksvertreter der Linken, Ulrich Lücke. „Wir wollten wissen, warum Straßen.NRW davon ausgeht, dass der Lärmschutz ausreicht. Diese Erklärung sind uns die Verantwortlichen schuldig geblieben.“

Nach Ansicht der Linken sollte gerade jetzt, solange die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, geprüft werden, ob sich der Lärmschutz noch verbessern lässt. „Vielleicht reicht schon eine andere Geschwindigkeitsregelung oder eine Schließung der Lücke zwischen Lärmschutzwand und Erdwall. Das wurde gar nicht untersucht. Wir werden das Thema weiterverfolgen“, so Lücke.

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