Die Linke kritisiert Kürzung der Hochschulfinanzen durch die Landesregierung
Die Landesregierung aus CDU und Grünen plant ab 2026 massive Kürzungen bei der Finanzierung der Hochschulen in NRW. Für die Universität Bielefeld bedeutet dies nach aktuellen Schätzungen ein Minus von rund 7,7 Millionen Euro.
Die Folgen sind absehbar: Studiengänge könnten wegfallen, Lehrangebote reduziert, dringend benötigte Investitionen in Ausstattung und Infrastruktur verschoben und Arbeitsplätze abgebaut werden. „Dass ausgerechnet im Bereich Bildung und Lehre gespart wird, ist unverantwortlich“, betont Bernd Vollmer, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat. „Wer an Bildung spart, spart an unserer gemeinsamen Zukunft: an Chancengleichheit, an kritischer Forschung und an einer demokratischen Gesellschaft.“
Die geplanten Kürzungen schwächen jedoch nicht nur den Hochschulstandort Bielefeld, sondern treffen die gesamte Region: Die Hochschulen sind ein Motor für Innovation, Fachkräfteausbildung und Kooperationen mit der Wirtschaft. Ihre Schwächung bedeutet deshalb auch eine Schwächung des Wirtschaftsstandortes Bielefeld. Unternehmen, die auf gut ausgebildete Absolvent:innen und praxisnahe Forschung angewiesen sind, werden langfristig darunter leiden.
Während andere Bundesländer – wie etwa Baden-Württemberg – die Mittel für ihre Hochschulen erhöhen, geht NRW den entgegengesetzten Weg. „CDU und Grüne betonen in ihren Reden immer wieder die Bedeutung von Bildung und einer starken Wirtschaft. Mit dieser Kürzungspolitik zeigen sie jedoch, dass ihre Worte nichts wert sind“, kritisiert Vollmer.
Die Linke in Bielefeld fordert die Landesregierung daher auf, die geplanten Kürzungen zurückzunehmen und die Hochschulen nachhaltig zu stärken. „Eine gute und verlässliche Finanzierung der Hochschulen ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt, unserer Region und unseres Landes. Wir werden uns konsequent dafür einsetzen, dass die Bielefelder Hochschullandschaft die Unterstützung erhält, die sie verdient.“

