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Größerer Zuspruch als erwartet – 1. Mai vor der Ravensberger Spinnerei

DIE LINKE. Bielefeld feierte mit über 100 Genoss*innen und Sympathisant*innen den 1. Mai 2020 auf dem Veranstaltungsgelände vor der Ravensberger Spinnerei. Die Genehmigungsbehörde hatte nur 50 Zuhörer zugelassen, duldete aber wegen der guten Sicherheitsmaßnahmen die zusätzlichen Teilnehmer.

In einer kämpferischen Mairede stellte der ver.di-Rechtssekretär Onur Ocak die Abkehr von der Profitorientierung im Gesundheitswesen in den Mittelpunkt. Unter dem Motto "Gesundheit ist keine Ware" forderte er ein gemeinwirtschaftliches Gesundheitswesen, dass sich an der Gesundheit der Bevölkerung orientiert statt an den Interessen von privaten Eigentümern. Die Herrschenden gäben den Beschäftigten zwar warme Worte, drückten sich aber vor Taten. Nicht nur Applaus, sondern gute Bezahlung sei die Losung zum 1. Mai; es gehe um Facharbeiterlöhne und allgemeinverbindliche Tarifverträge für das Pflegepersonal.

In mehreren Redebeiträgen schilderten Beschäftigte aus dem Bielefelder Gesundheitswesen die bedrückende Lage in den Krankenhäusern und in der Altenpflege. Sie wandten sich gegen die Aussetzung der Mindestbesetzungen in den Krankenhäusern, gegen die Aushöhlung des 8-Std-Tages in der Krise, gegen die Unterfinanzierung des Gesundheitswesens und die mangelnde Beachtung ihres eigenen Gesundheitsschutzes.

Es gab zudem einen politischen Beitrag der Linksjugend und einen einen Aufruf zur internationalen Solidarität, die gerade in Coronazeiten besonders wichtig sei.  
Abschließend forderte der Bundestagsabgeordnete Friedrich Straetmanns eine Wende in der Rentenpolitik: Die Grundrente dürfe nicht weiter verzögert werden; die Rente müsse wieder den Lebensstandard sichern.

Mit gemeinsamem Gesang internationaler Arbeiterlieder bekannten sich die Versammelten zur internationalen Solidarität der arbeitenden Klasse. Hermann Taube begleitete auf der Gitarre.


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