Linke legt Fokus auf frühkindliche Bildung armutsbetroffener Kinder
Die Linke Bielefeld will sich verstärkt um die frühkindliche Bildung von Kindern aus armutsbetroffenen Familien kümmern. Laut einer aktuellen Studie des Paritätischen besuchen nur 19 % dieser Kinder im Alter bis 2 Jahren eine Kita. Sie erhalten nicht nur seltener, sondern auch in geringerem zeitlichen Umfang frühkindliche Bildung als gleichaltrige Kinder aus finanziell besser gestellten Familien. Zwar enthält der Bielefelder Lebenslagenbericht 2023 Daten zur Armutsbetroffenheit von Kindern, zum Teil differenziert nach Stadtbezirken, jedoch keine Aussagen zum Zugang zu frühkindlicher Kitabetreuung.
„Diese ist nicht nur wertvoll für die kindliche Entwicklung, sondern auch für die Erwerbsbeteiligung der Eltern“, folgert Angelika Beier, für Die Linke im Sozial- und Gesundheitsausschuss und Ratskandidatin. Es gelte, trotz Kostenfreiheit offenbar bestehende Zugangshürden abzubauen und armutsbetroffene Kinder frühzeitig zu fördern. Dazu fordert die Ratsfraktion Die Linke den U3-Kitausbau besonders in Gebieten mit hoher Armutsbelastung zu priorisieren.
