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Neues Semester – alte Krise: Studierende finden keine (bezahlbare) Wohnung

Pünktlich zum Semesterstart klopft die Krise an die Tür: es fehlen Zimmer für Studierende.

Selbst die günstigeren WG-Zimmer sind Mangelware und kaum bezahlbar. Statt sich auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen, verbringen viele Studierende ihre ersten Wochen mit der Suche nach einer dringend benötigten Unterkunft.

Ein WG-Zimmer in Bielefeld kostet inzwischen durchschnittlich 430 bis 460 Euro im Monat - die BAföG-Wohnkostenpauschale für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, beträgt nur 380 Euro im Monat. Die Ampelkoalition hat versprochen, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, um die Wohnungsnot zu lindern. Dieses Versprechen ist krachend gescheitert und es fehlen immer mehr Wohnungen – auch für Studierende. Die Mieten klettern bundesweit weiter auf immer neue Rekordhöhen.

Eine gute Wohnung für alle sollte in unserem reichen Land eine Selbstverständlichkeit sein. Doch in vielen Städten haben große Wohnungskonzerne die Mieten in die Höhe getrieben. Gleichzeitig sind Einkommen und BAföG-Sätze nicht in gleichem Maße gestiegen. Wohnraum wird immer mehr zum Spekulationsobjekt und ist für viele Menschen kaum noch bezahlbar. Laut einer aktuellen Analyse sind die Mieten in deutschen Großstädten in den letzten zehn Jahren um bis zu 104 Prozent gestiegen. Keine Bundesregierung, auch nicht die Ampel hat hier ausreichend gegengesteuert. Von einer Mietpreisbremse ganz zu schweigen.

Wir brauchen eine aktive Wohnungspolitik – auch für Studierende! Die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum gilt auch für Studierende. Die Linke fordert deshalb: Die Stadt Bielefeld muss bei neuen Wohngebieten konsequent auch Wohnraum für Studierende ausweisen, die Bundesregierung muss die Wohngeldpauschalen des BAföG anpassen.

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