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Rassistischer Angriff auf Busfahrer in Bielefeld ist kein Einzelfall

Der brutale rassistische Angriff auf einen türkischstämmigen Bielefelder Busfahrer der Linie 87 am 20. Oktober ist ein erschütternder Beleg dafür, wie sehr rechte Gewalt auch in unserer Stadt zunimmt. Der 48-jährige Fahrer wurde von zwei Fahrgästen zunächst rassistisch beleidigt und anschließend mit einem Koffer und Schlägen so heftig attackiert, dass er das Bewusstsein verlor.

Dieser Vorfall ist kein Einzelfall!
Auch in Bielefeld erleben wir, wie rechte Narrative immer häufiger unwidersprochen Raum bekommen. Insbesondere die AfD-Fraktion in Bielefeld legt mit ihrer Hetze und dem gezielten Schüren von rassistischen und menschenverachtenden Ressentiments verbal das Feuer, das solche Gewalttaten möglich macht.

Nicht alle Betroffenen rassistischer Beleidigungen, Anfeindungen oder körperlicher Gewalt entscheiden sich für eine Anzeige. Nicht, weil die Vorfälle harmlos wären, sondern weil sie das Gefühl haben, nicht ausreichend ernst genommen zu werden. Oft werden ihre Erfahrungen relativiert, hinterfragt oder abgetan. Diese Hürden müssen wir abbauen. Und gerade deshalb ist Zivilcourage ein gesellschaftlicher Wert, den wir stärken müssen!

Rassismus ist Gewalt und verbale rassistische Brandstiftung wird täglich in Gewalt übersetzt. Wir dürfen uns an solche Meldungen nicht gewöhnen. Gerade jetzt, wo rechte Gewalt täglich passiert, brauchen wir eine Stadtgesellschaft, die nicht wegschaut, sondern einschreitet, wenn Unrecht geschieht, und für diejenigen einsteht, die diese Gewalt erfahren. Wer wegschaut, macht mit.

Wir wünschen dem verletzten Busfahrer eine schnelle Genesung. Wie wichtig Zivilcourage ist, wird an den Fahrgästen sichtbar, die eingeschritten sind. Das zeigt deutlich, dass es in Bielefeld keinen Platz für Rassismus gibt.

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