Höhere Medikamentenzuzahlungen: Krankheit darf nicht zur Kostenfalle werden
Die Bundesregierung plant, die Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente deutlich zu erhöhen. Statt bislang fünf bis zehn Euro sollen gesetzlich Versicherte künftig 7,50 bis 15 Euro pro Medikament zahlen. Was zunächst nach wenigen Euro klingt, kann für chronisch kranke Menschen, Rentner*innen und Menschen mit niedrigen Einkommen schnell zu einer erheblichen Belastung werden. Wer regelmäßig auf mehrere Medikamente angewiesen ist, muss dann Monat für Monat tiefer in die Tasche greifen. Gleichzeitig steigen bereits die Beiträge zur Krankenversicherung sowie die Kosten für Miete, Lebensmittel und Energie.
Für uns als Die Linke ist klar: Eine gute Gesundheitsversorgung darf nicht davon abhängen, wie viel Geld ein Mensch zur Verfügung hat. Krankheit ist keine persönliche Entscheidung und darf nicht bestraft werden. Notwendige Medikamente müssen für alle zugänglich und bezahlbar bleiben.
Statt Versicherte durch höhere Zuzahlungen zusätzlich zu belasten, braucht es eine solidarische Finanzierung des Gesundheitssystems. Hohe Einkommen, Vermögen und Kapitalerträge müssen stärker beteiligt und private Krankenversicherungen in eine solidarische Gesundheitsversicherung einbezogen werden.
Wir lehnen höhere Medikamentenzuzahlungen ab. Krankheit darf nicht zur Kostenfalle werden! Verteidigen wir gemeinsam unseren Sozialstaat!
