Schulstreik gegen die Wehrpflicht

Unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Wehrpflicht!“ streikten heute erneut hunderte junge BielefelderInnen gegen die anlaufende Wehrpflicht der Bundesregierung. Laut, entschlossen und solidarisch machten sie deutlich: Ihre Zukunft gehört nicht in Kasernen, nicht in Uniformen und nicht in die Logik von Zwang, Drill und Aufrüstung.

Unterstützt wurden sie von der GEW, Eltern, Studierenden und etlichen weiteren solidarischen FriedensfreundInnen. Gemeinsam zeigten sie, dass der Widerstand gegen Militarisierung auch in Bielefeld ungebrochen bleibt. Während die Bundesregierung Milliarden in die Bundeswehr steckt und junge Menschen wieder für „Dienstpflicht“ und „Verteidigungsbereitschaft“ gewinnen will, fehlen an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Pflege und beim bezahlbaren Wohnraum überall Geld und Perspektiven.

Besonders bitter war deshalb das Verhalten der Polizei. Mehrere Jugendliche berichteten, dass ihre Personalausweise abfotografiert und ihre Schulen über die Teilnahme am Streik informiert wurden. Zusätzlich drohte die Polizei, ohne vorherige Absprache oder klare Warnung in die Demonstration einzugreifen. Der angeführte Grund: „Vermummungsverbot“. Gerade bei einem Protest junger Menschen gegen Zwang und staatlichen Druck wirkt ein solches Vorgehen wie eine bewusste Einschüchterung.

Doch trotz dieser Schikane ließ sich die Demo nicht brechen. Die SchülerInnen blieben sichtbar, laut und friedlich. Sie zeigten Haltung gegen Wehrpflicht, Hochrüstung und Kriegspolitik - und machten klar, dass eine Generation, die um ihre Zukunft kämpfen muss, sich nicht einfach zum Schweigen bringen lässt.

Die heutige Demonstration war damit ein voller Erfolg. Friedlich, kraftvoll und politisch eindeutig: Keine Wehrpflicht, keine Militarisierung, keine Zukunft in Uniform.