Taubenleid zur Weihnachtszeit

Die Partei Die Linke erinnert daran, dass im Juni diesen Jahres in Bielefeld ein umstrittenes Konzept zur Regulierung der Taubenpopulation eingeführt wurde. Auf dem Rathausdach sowie im Taubenwagen an der Mindener Straße werden nun Tauben mit Mais, versetzt mit dem umstrittenen Medikament „Ovistop" (zur Geburtenkontrolle) gefüttert. Zusätzlich gilt in der Innenstadt ein breitflächiges Fütterungsverbot, wie von der Ratsmehrheit beschlossen, unter dem nun auch die Wildvögel leiden. Der Widerstand von links bleibt und entsprechend kritisch begleitet der - Arbeitskreis Soziale Umwelt - der Partei Die Linke diese Maßnahmen weiterhin.

Es zeigt sich, wie auch in anderen Städten, dass das städtische Konzept an der Standorttreue der Tauben scheitert: Sie verbleiben an ihrem Geburtsort und begeben sich nicht wie erhofft außerhalb der Innenstadt auf Futtersuche. Dadurch erhalten viele Tauben weder das Medikament noch artgerechtes Futter. Stattdessen steht ihnen nur der übliche Abfall der städtischen Zivilisation zum Lebenserhalt zur Verfügung. Die Folge ist ein ersichtlicher Anstieg kranker und unterernährter Tiere. Aus Sicht der Tierschützer:innen ein Skandal, der nicht zum positiven Stadtbild beiträgt!

Die Linke fordert weiterhin die konsequente Einführung des „Augsburger Modells". Dieses sieht betreute Taubenschläge an mehreren Standorten in der Stadt vor, die den Tieren geeignetes Futter bieten und eine einfache sowie kostengünstige Geburtenkontrolle durch Eiertausch ermöglichen.  „Nur so, wie über viele Jahre von der Stadttaubengruppe des Tierschutzvereins in Bielefeld an einigen  Standorten bewiesen, kann die Taubenpopulation tierfreundlich und nachhaltig reduziert werden – ganz ohne Leid der Tiere,  langfristig effektiver und wirtschaftlicher", so der im Tierschutz aktive Florian Schneider für Die Linke Bielefeld.