Trinkwasserbrunnen in Bielefeld: Wie ist der Stand der Umsetzung?
Um die Versorgung mit kostenfreiem Trinkwasser im öffentlichen Raum zu verbessern, sind in Absprache mit den Bezirken mehrere Standorte für Trinkwasserbrunnen festgelegt worden, die bis 2027 umgesetzt werden sollen.
Die Folgen des Klimawandels und die zunehmende Hitze werden jedes Jahr gefährlicher. Daseinsvorsorge und eine gute, flächendeckende Hitzeschutzpolitik sind Aufgaben der Politik und sie müssen alle Menschen erreichen. Ein wichtiger Baustein dabei ist der Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser im öffentlichen Raum.
Bernd Vollmer, unser Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss (StEA), hat deshalb nach dem aktuellen Umsetzungsstand der geplanten Trinkwasserbrunnen gefragt.
Das Gesundheits-, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt antwortet:
Bereits installierte Trinkwasserspender:
- Hedwig-Dornbusch-Schule, Schildesche
- Obersee, Zuweg am Parkplatz Talbrückenstraße, Schildesche (Touristischer Standort der Stadtwerke Bielefeld)
- Tierpark Olderdissen, Hundewiese, Dornberg (Touristischer Standort der Stadtwerke Bielefeld)
- Hauptstraße, Brackwede
- Am Tie, Dornberg
- Marktplatz Jöllenbeck
- Bezirksamt Heepen
- Pyrmonter Straße 7 (Buskehre), Stieghorst
- Neues Rathaus, Mitte (Indoor, nur zu den üblichen Öffnungszeiten)
- Kesselbrink, Mitte
- Martin-Luther-Platz, Mitte
Trinkwasserspender, die in Planung sind:
- Bethel-Eck, Gadderbaum
- Greifswalder Str., Stieghorst
- Reichowplatz, Sennestadt
- Senner Markt, Senne
- Sparrenburg, Mitte (Touristischer Standort der Stadtwerke)
- Nähe Wasserspielplatz, Freizeitzentrum Baumheide, Heepen
Extreme Hitze ist lebensgefährlich und sie trifft nicht alle gleich!
Der Sommer ist da und mit ihm extreme Temperaturen, die für viele Menschen zur Gesundheitsgefahr werden. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Vorerkrankungen, Schwangere und ganz besonders Menschen ohne Wohnung. Wer auf der Straße lebt, hat kaum Rückzugsmöglichkeiten, wenig Schatten und oft keinen Zugang zu Trinkwasser.
Auch Menschen in schlecht gedämmten Wohnungen, ohne Klimaanlage und in benachteiligten Stadtteilen mit wenig Grün und viel Beton sind der Hitze nahezu schutzlos ausgeliefert. Hitzebetroffenheit ist eine soziale Frage und sie zeigt, wie ungleich unsere Gesellschaft ist. Wer Geld hat, kann sich besser schützen: Garten, Klimaanlage, gut gedämmte Wohnung. Wer arm ist, lebt oft in aufgeheizten Wohnungen, ohne Rückzugsmöglichkeiten. Wer obdachlos ist, ist der Hitze schutzlos ausgeliefert.
Wie du obdachlosen Menschen bei Hitze helfen kannst:
Wenn du eine Person siehst, die unter der Hitze leidet: Sprich sie an. Frag höflich nach dem Befinden und biete Unterstützung an.
Eine zusätzliche Flasche Wasser mitzunehmen und weiterzugeben kann Leben retten. Du kannst auch auf öffentliche Trinkwasserstellen hinweisen.
Sonnencreme, eine Kappe oder ein Tuch können helfen. Hinweise auf Schattenplätze oder kühle Orte helfen ebenfalls.
Wenn jemand offensichtlich in Not ist: 112 anrufen.

