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Wo bleibt die Kindergrundsicherung?

Im Koalitionsvertrag der Ampelkoalition wurde 2021 die Einführung einer Kindergrundsicherung festgeschrieben, um Kinder aus der Armut zu holen. Jetzt, 2024, steht die Umsetzung dieses Versprechens immer noch aus. Dabei lebt jedes fünfte Kind in Deutschland in Armut. Eine Kindergrundsicherung ist also notwendiger denn je!

Kinderarmut hat viele Gesichter. In Deutschland äußert sich Kinderarmut vor allem in Formen der Ausgrenzung, mangelndem Zugang zu Bildung, unzureichender medizinischer Versorgung, schlechter Ernährung und eingeschränkten sozialen Beziehungen. Armutsbetroffene Kinder sind in vielen Bereichen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, benachteiligt und haben schlechtere Chancen auf Bildung und eine gute Zukunft. Ob Kinobesuch, gesunde Ernährung, ein Musikinstrument, gute Schuhe, ein Schwimmbadbesuch - vieles ist nicht drin. Kinderarmut ist nie losgelöst von der Situation der Eltern: Sind die Eltern arm, leiden darunter auch die Kinder.

Längst ist klar, dass die Kindergrundsicherung nicht wie geplant zum 01.01.2025 starten wird. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller von Armut betroffenen Familien. Die Ampel lässt sie im Stich. Die als große sozialpolitische angekündigte Reform der Ampel, entpuppt sich als Reinfall. Denn nach der Logik der Kürzungsampel darf der Kampf gegen Kinderarmut möglichst wenig kosten. Kinderarmut lässt sich aber nur mit mehr Geld bekämpfen.

Wir fordern dringend eine Kindergrundsicherung, die allen Kindern und Jugendlichen soziokulturelle Teilhabe und einen gleichberechtigten und diskriminierungsfreien Zugang zu kostenfreier Bildung, Gesundheitsversorgung, gesunder Ernährung und altersgerechtem Wohnraum ermöglicht. Die Linke wird weiter dafür kämpfen, dass die Kindergrundsicherung umfassend und bedarfsgerecht ausgestaltet wird, um alle Kinder in Deutschland aus der Armut zu holen und Kinderarmut nachhaltig zu bekämpfen!

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