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Zehn Prozent des Stadtwaldes aus forstlicher Nutzung nehmen

DIE LINKE fordert: Diskussion über zukünftige Waldnutzung.

„Zu einer ökologisch nachhaltigen Nutzung des Waldes gehört auch die Ausweisung von mehr Naturwäldern. Diese haben einen hohen Nutzen für Artenschutz, höhere Bindung von CO2 und Speicherung von Wasser“, so Carsten Strauch, Bezirksvertreter in Gadderbaum. In der nächsten Bezirksvertretungssitzung in Gadderbaum fragt DIE LINKE nach geeigneten Flächen für Naturwälder im Stadtbezirk.

Mit der 2007 verabschiedeten Nationalen Biodiversitätsstrategie (NBS) legte die Bundesregierung Ziele fest: Bis 2020 sollen fünf Prozent der deutschen Wälder einer natürlichen Entwicklung ohne forstwirtschaftliche Nutzung überlassen werden. Um den Privatwald so weit wie möglich zu entlasten, sollen deswegen 10 Prozent der öffentlichen Wälder aus der forstlichen Nutzung genommen werden.

Der Wert von fünf Prozent wird genauso krachend verfehlt wie die Klimaschutzziele. Kurz vor dem Stichjahr sind es bundesweit gerade mal 2,8 Prozent und in NRW 3,1 Prozent.
„Wir brauchen jetzt einen breite Diskussion über ein ökologisch nachhaltiges Handlungsprogramm für den Bielefelder Wald, wo die Interessensgruppen, Bürger*innen, Umweltverbände und Fachleute eingebunden werden. In diesem Konzept müssen auch Naturwälder mehr Berücksichtigung finden. Private Waldbesitzer*innen müssen jedoch ebenso in die Pflicht genommen werden, da ca. zwei Drittel des Waldes in NRW in Privatbesitz sind“, so Carsten Strauch weiter.


Amira Mohamed Ali am 8. Mai in Bielefeld
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