Linke fordert: Fahrradstraße zur Uni – Belange aller Verkehrsteilnehmer*innen berücksichtigen

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Die Linke setzt sich für eine Fahrradstraße zur Universität ein und betont dabei die Belange aller Verkehrsteilnehmer*innen. Die Verwaltung hat einen Vorschlag erarbeitet, der das Ergebnis einer gründlichen Variantenuntersuchung ist. Diese Verbindung ist von großer Bedeutung im Radverkehrsnetz der Stadt Bielefeld. Allerdings weisen die derzeitigen Alternativen erhebliche Mängel auf.

  1. Die Route über die Stapenhorststraße ist für Pedelecs und insbesondere Lastenräder zu schmal. Ein Verkehrsunfall hat bereits zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h geführt.
  2. Die Dorotheenstraße und Rolandstraße, die bereits heute als Fahrradstraße ausgewiesen sind, bereiten Probleme aufgrund des Fehlverhaltens von Autofahrer*innen. Radfahrer*innen wird oft nicht die Vorfahrt gewährt, und Fußgänger*innen nutzen diese Straßen ebenfalls häufig. Das Parken auf den Gehwegen führt zu Restbreiten von nur etwa einem Meter. An Müllabfuhrtagen müssen Fußgänger*innen regelmäßig auf die Fahrbahn ausweichen.
  3. Im Grünzug zwischen Melanchthonstraße und Bültmannshof gibt es ein hohes Konfliktpotenzial zwischen Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Dieser Bereich ist auch ein Schulweg für das Max-Plank-Gymnasium, die Bosse- und Gertrud-Bäumer-Realschule sowie die Grundschule Bültmannshof. Daher müssen die Schulen in die weitere Planung einbezogen werden.

Die Linke betont, dass es wenig zielführend ist, sich wie andere Parteien nur auf wegfallende Parkplätze zu konzentrieren. Auch die Belange der Fußgänger*innen und Schulkinder müssen berücksichtigt werden. Die Vorlage der Verwaltung stellt einen ersten Vorschlag dar, der nun diskutiert werden muss, um eine tragfähige Lösung für alle Verkehrsteilnehmer*innen zu finden.