Linke kritisiert Streichung des Regionalexpresses von Bielefeld nach Lippe

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Ab April stellt die Eurobahn den Regionalexpress RE82 von Bielefeld über Detmold nach Altenbeken wegen Personalmangel komplett ein. Dann fahren Züge von und nach Lippe anstatt zweimal die Stunde nur noch einmal. Aus Bielefeld ist dann sogar ein Umstieg mit Wartezeit in Lage notwendig.

Ein Stundentakt mit Umstieg ist für eine regionale Verbindung aus dem Umland in eine Großstadt wie Bielefeld keine qualitative Alternative zum Auto. Die Einstellung des RE82 hat zudem Auswirkungen auf Busverbindungen, unter anderem in Oerlinghausen, die auf den RE82 abgestimmt waren.
Der Bielefelder Stadtentwicklungsausschuss hatte bereits 2020 auf Antrag der Linken einstimmig einen 30-Minuten-Takt nach Lippe gefordert. Der aktuelle Schritt geht jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Die Linke fordert die Bielefelder Mitglieder insbesondere der SPD und der Grünen in der verantwortlichen Verbandsversammlung des NWL auf, sich für die Wiederherstellung der eingestellten Regionalzugverbindung einzusetzen.

Die Diskussionen um Alternativen für Pendler*innen, die auf der Herforder Straße und der L712n aus dem Raum Lippe kommen, verdeutlichen, dass es statt einer Angebotsverschlechterung für Bahnfahrer*innen in Lippe eine Angebotsverbesserung braucht.
Bernd Vollmer, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bielefelder Rat, betont: "Im Zweifel muss der NWL den Verkehr per Notvergabe an ein anderes Bahnunternehmen vergeben. In anderen Fällen sind Aufgabenträger trotz des bundesweiten Personalmangels diesen Weg gegangen." Im Sinne der Bürger*innen, die auf den Zug angewiesen sind oder sich bewusst für die Bahn entschieden haben, muss kurzfristig eine alternative und attraktive Lösung zur Einstellung der Verbindung gefunden werden.